Thema Energiesparendes Bauen vom 23.04.2012 @ 17:02:26 CEST
Sollen Hauseigentümer zum Sanieren gezwungen werden?
Energetisches Bauen liegt im Trend. Zu Recht, denn im Zuge dessen wird nicht nur aktiv etwas für die Umwelt getan, sondern auch die Haushaltskassen können dauerhaft entlastet werden. Schließlich können die sich daraus ergebenen Energieeinsparungen durchaus beachtlich sein.
Kostenreduzierungen in Höhe von bis zu 70 % sind in diesem Zusammenhang durchaus möglich. Und so sinniert die deutsche Bundesregierung aktuell wieder einmal darüber, Hauseigentümern und Verbrauchern das energiebewusste Bauen „schmackhaft“ zu machen.
Das Ziel wurde nicht erreicht…
Nicht nur die zum Teil hohe Kostenersparnis ist im Hinblick auf das ökologische Bauen bzw. Sanieren zu nennen, sondern auch die Tatsache, dass damit gleichwohl die Folgen des atomaren Ausstiegs kompensiert werden könnten. Denn dadurch wären weit weniger Kraftwerke und Stromnetze erforderlich. Fakt aber ist, dass der notwenidge Enthusiasmus der sanierungswilligen Eigenheimbesitzer fehlt. Die entsprechende offizielle Quote von jährlich 2% konnte deshalb auch im letzten Jahr bei Weitem nicht erreicht werden.
Sollen drastischere Maßnahmen ergriffen werden?<
Das Bundesumweltministerium zieht offenbar in Erwägung, Eigenheimbesitzer in gewisser Weise noch stärker dazu zu verpflichten, energetisch zu sanieren. Und auch die Stromindustrie wird diesbezüglich unter Druck gesetzt. Demnach steht man beispielsweise aktuell vor der Frage, inwieweit gar ein Abgabelimit sinnvoll sein könnte. Soll heißen, dass unter Umständen geplant ist, den Stromanbietern aufzuerlegen, pro Jahr etwa 1,5 % weniger Strom veräußern zu dürfen.
Philipp Rösler sprach sich allerdings gegen eine solche Maßnahme aus, sodass derartige Überlegungen gegenwärtig wohl doch nicht zum Tragen kommen.
Sanieren: ja – Staatliche Förderungen: nein?
Auf der einen Seite sieht es die Bundesregierung bekanntlich nur allzu gern, wenn die Bürger sich für umweltorientierte Sanierungsmaßnahmen entscheiden, um langfristig Geld zu sparen. Andererseits jedoch ist das Geld in den öffentlichen Kassen knapp, und staatliche Förderungen werden somit nur unter besonderen Voraussetzungen bewilligt. Zudem stehen hierfür in diesem Jahr nur noch etwa 900 Millionen Euro zur Verfügung. Anders, als noch im Jahr zuvor, als der Staat noch 1,5 Milliarden Euro zur Förderung des energetischen Bauens bereithielt.
Autorin: ab
 oak-media
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