Thema Photovoltaik (Solarstrom) vom 29.02.2012 @ 17:28:58 CET
News: Sonniges Gemüt? Von wegen!
Nicht nur den Verbrauchern reicht es offenbar, von der Regierung in Sachen „Photovoltaik“ und „Energiebewusstes Bauen“ gegängelt und mit immer neuen Streichungen bedacht zu werden. Sondern nun schlägt auch die Solarindustrie Alarm.
So trafen sich heute Vertreter von mehr als 50 renommierten Solar-Unternehmen sowie mehrere tausend Mitarbeiter zu einer – hoffentlich erfolgversprechenden – Protestaktion in Berlin.
„Im Auftrag“ des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar)
Das „Gerangel“ innerhalb der Regierung um die wahrscheinlich massiven Kürzungen der Solarstromförderung zerrt sowohl an den Nerven der Verbraucher, als auch am Nervenkostüm der Unternehmen aus der Solarindustrie. Denn schon ab dem 1. April werden drastische Streichungen erwartet, die mit Sicherheit dazu führen werden, dass das Interesse der Verbraucher an Solarprodukten, zum Beispiel Photovoltaikanlagen et cetera, noch weiter sinkt. In dem Fall wäre diese Branche und mit ihr die geplante Energiewende schon jetzt zum „Kentern“ verurteilt. Handlungsbedarf ist daher gefragt, sodass der BSW-Solar jetzt die Initiative ergriffen hat.
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) werden heute ihre Entscheidung der breiten Öffentlichkeit mitteilen. Schon im Vorfeld war aber klar, dass man mit den bevorstehenden Kürzungen unter keinen Umständen einverstanden sein würde. Von einem Solar-Ausstiegsgesetz ist in dieser Hinsicht sogar die Rede.
Fakt ist, dass die Solarenergie gemeinsam mit der Windenergie zu einem wesentlichen Pfeiler der Energiewende geworden ist. Noch vor wenigen Monaten hieß es sogar, dass die Bundesregierung unter allen Umständen bestrebt sei, den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu fördern und auszubauen. Derartige Meldungen wurden insbesondere nach der verheerenden Atomkatastrophe in Fukushima laut.
Mittlerweile ist jedoch von diesem anfänglichen Enthusiasmus so gut wie nichts mehr zu spüren. Ganz im Gegenteil. Vielmehr sind jetzt auch noch mehrere zehntausend Arbeitsplätze in Gefahr. All‘ dies scheint die Herren Regierungsbeamten aber nicht daran zu hindern, das Ruder herumzureißen und den Ausbau der Solarindustrie nun doch massiv einzuschränken. Diesbezüglich ist unter anderem von Kürzungen zwischen 30 und 50 % die Rede. Bleibt also abzuwarten, welche Folgen der neue Gesetzesentwurf sonst noch nach sich ziehen wird.
Autorin: ab
 oak-media
Ähnliches im Wissensbereich:
|