 | Thema Energiewirtschaft & Politik vom 17.02.2012 @ 15:30:45 CET
Noch mehr Hilfen für Griechenland?
Die Nachrichten aus Griechenland scheinen sich derzeit geradezu zu überschlagen. Jeden Tag werden die Griechen mit neuen Hiobsbotschaften, sprich: finanziellen Einschneidungen konfrontiert. Und ein Ende der „Fahnenstange“ scheint in diesem Zusammenhang noch lange nicht in Sicht. Natürlich bot die deutsche Regierung auch hier wieder einmal umfassende Unterstützungsmaßnahmen an.
Wenn es aber darum geht, die Subventionierungen für Ökostrom aus Deutschland in Zukunft auch auf Solarunternehmen in Griechenland auszudehnen, stellt sich die Bundesregierung quer.
Ursprünglich war nach Angaben des SPIEGEL von Seiten der Europäischen Union geplant, die hierzulande geltenden Fördermöglichkeiten der KfW Bank auch all‘ jenen Unternehmen in Griechenland zu gewähren, welche Energie in das gesamteuropäische Stromnetz leiten. Ziel des Ganzen war es, Windenergieanlagen oder Solarparks für Anleger ein Stückweit interessanter zu gestalten.
Sparen ist angesagt – um jeden Preis…?
Griechenland muss gegenwärtig bekanntlich in jeder Hinsicht den Gürtel enger schnallen. Aber dennoch bzw. gerade deswegen ist die deutsche Regierung willens, dem Land eine fundierte Unterstützung in Sachen erneuerbare Energien zuzusichern. Wie diese Hilfestellung allerdings aussehen soll, muss noch explizit geklärt werden. Fakt aber ist – und das scheint bereits zum jetzigen Zeitpunkt festzustehen – dass Stromexporte von Deutschland nach Griechenland in keiner Weise gefördert werden sollen.
Das EEG regelt deutschlandweit unter anderem die Förderung hinsichtlich Windenergie und Solarstrom. Das bedeutet, dass jede ins Energienetz eingespeiste Kilowattstunde modernen Ökostroms den Erzeugern mit einem bestimmten Betrag vergütet wird. Nicht selten liegt diese Summe aber über dem allgemeinen Marktpreis, sodass letztlich wieder einmal der Verbraucher zur Kasse gebeten wird. Tatsächlich schlagen sich entsprechende „Überzahlungen“ auf die Energierechnungen der Stromkunden nieder.
Geld in den Regionen anlegen, wo die Sonnenausbeute am größten ist
Ländern, denen es nicht so gut geht, Zuwendungen zukommen zu lassen, ist die eine Sache. Dahingegen eine Unterstützung zuzusichern und Kapital in Ländern anzulegen, in denen die Sonnenausbeute weitaus höher ist, als hierzulande, eine ganz andere. Und so kann es gewiss nicht von Nachteil sein, in Griechenland zu investieren. „Ganz nebenbei“ kann man hierzulande im Hinblick auf erneuerbare Energien bereits auf über 350.000 neugeschaffene Arbeitsplätze zurückblicken.
Autorin: ab
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