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Die deutsche Wasserwirtschaft – neue Strategien erforderlich

Thema: Wasser | 06.02.2012 | Aufrufe: 3189 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Wasser ist wertvoll und es gehört de facto nicht zu den unerschöpflichen Ressourcen auf unserem Erdball. Auch, wenn es auf dieser Welt offenbar Menschen gibt, die anderer Meinung sind.

Entsprechend unachtsam gehen viele leider auch mit diesem kostbaren Gut um. Handlungsbedarf ist also gefragt. Und so haben sich unlängst in Brüssel zahlreiche Experten renommierter Institutionen gemeinsam an den runden Tisch gesetzt, um unter dem Stichwort „Blueprint to Safeguard Europe’s Waters‘“ ausführlich über die EU-Wasserstrategie zu debattieren.

Auslöser des Ganzen war die Präsentation des Branchenbildes der deutschen Wasserwirtschaft mit dem Titel „Profile of the German Water Sector 2011“. Wissenswert ist, dass das Branchenbild zu den wohl bedeutsamsten Publikationen im Zusammenhang mit der Wasserwirtschaft hierzulande zählt. In diesem Jahr wurde damit bereits zum dritten Mal eine Dokumentation über die deutschen Wasser- und Abwassergegebenheiten veröffentlich.

Ziel des Ganzen ist es, sowohl der Politik, als auch der breiten Öffentlichkeit einen Einblick in das Potenzial der Wasserwirtschaft Deutschlands zu vermitteln.

Die Vertreter aus Politik und Wasserwirtschaft, Abgesandte von VKU, DVGW, DBVW, BDEW, ATT und DWA waren sich einig: im Focus der Diskussion standen unter anderem die nachhaltige Nutzung sowie auch der Schutz europäischer Gewässer. So wurde auch der „Blueprint“ als eine bemerkenswerte Grundlage für das Voranschreiten der Wasserpolitik in Europa bewertet.

Nichtsdestotrotz waren sich die Forums-Teilnehmer gleichwohl sicher, dass man insgesamt vor einer großen Herausforderung stehe und die Weiterentwicklung der Wasserpolitik auch nur dann erfolgversprechend wäre, wenn wichtige Punkte konsequent und zielstrebig verfolgt würden. Zum Beispiel die Chemikalienrichtlinie, die Agrarpolitik, die Bekämpfung von Dürren sowie der Kampf gegen die Wasserknappheit et cetera.

Dabei gelte es aber nach Ansicht der Diskussionsteilnehmer, sowohl die infrastrukturellen, als auch die natürlichen Gegebenheiten explizit mit einzubeziehen. Sicherlich sei wohl in absehbarer Zeit keine allgemeingültige Lösung zu erwarten, was zum Beispiel den Kampf gegen Dürren und Wasserknappheit generell beträfe. Allerdings müsse es in jedem Fall möglich sein, aktiv gegen Schadstoffe im Wasser vorzugehen.


Autorin: ab

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