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 | Thema Umwelt/ Energiesparen vom 22.12.2011 @ 17:01:04 CET
Das EU-Energielabel ist offenbar schon bald allgegenwärtig…
Was vor noch gar nicht allzu langer Zeit insbesondere innerhalb der Automobilbranche für heftiges Kopfschütteln sorgte, macht nun auch auf dem Gebiet der Energieversorgung Schlagzeilen.
Die Rede ist vom so genannten EU-Energielabel, welches den Verbrauchern schon vor der Anschaffung eines neuen Fahrzeugs bzw. Elektrogerätes über die jeweilige Energieeffizienz und somit auch über den zu erwartenden Schadstoffausstoß aufklären bzw. informieren soll. So sehr dieses Effizienzlabel aber bei vielen Autohändlern und -käufern für Unsicherheit sorgt, so vielversprechend soll das Ganze doch bei Heizkesseln, Durchlauferhitzern und so weiter sein.
Bereits seit 1993 bekannt: die einstige „Verkaufshilfe“ sorgt hier und da für Verwirrung
Man kennt es bereits von Kühl- und Gefrierschränken oder von Waschmaschinen et cetera: das Energieeffizienzlabel soll nun aber schon bald auch für sämtliche Haushalts- und Elektrogeräte bindend sein. Grundlage des Ganzen ist es, zugunsten potenzieller Käufer für mehr Transparenz zu sorgen und im Vorfeld der Anschaffung neuer Elektrogeräte eine bessere Orientierungshilfe zu geben. Ziel ist es dabei vor allem, sowohl die Umwelt zu entlasten, als auch zu einer Energiekostenersparnis bei den Verbrauchern selbst zu sorgen.
Klasse „A“ oder „A++“??
Wie aber nun das Freiburger Öko-Institut bekanntgab, handelt es sich bei dem „neuen“ EU-Energielabel keineswegs um eine nennenswerte Verbesserung für den Konsumenten. Schließlich unterscheide sich die so genannte „Bestklasse“ jeweils nach der Art des Gerätes, was letztendlich nur für zusätzliche Verwirrung sorgen könnte. Wie Rainer Griesshammer in diesem Zusammenhang kürzlich erläuterte, trüge hierzu vor allem die Gestaltung der Effizienzklasse bei: Kühlschränke mit der Kennzeichnung A+++ gelten demgemäß im Hinblick auf den ökologischen Aspekt als ganz besonders empfehlenswert. Anders bei Fernsehgeräten: hier werden Apparate mit der schlichten Kennzeichnung A als „ökologisch wertvoll“ gekennzeichnet.
Und so ist mitunter zu befürchten, dass gerade bei TV- und Hi-Fi-Geräten mit Umsatzeinbußen zu rechnen ist. Weil sich mancher Verbraucher möglicherweise nicht dazu entschließen wird, Elektrogeräte zu kaufen, die „nur“ mit der Effizienzklasse A ausgestattet sind. Hier ist also dringender Handlungsbedarf erforderlich.
Autorin: ab
 oak-media
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