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Thema Umwelt/ Energiesparen vom 24.11.2011 @ 17:13:53 CET


Verringert Energiesparen die Lebensqualität?


Aktuelle Umwelttechnik News Energiesparen wird gerade in Zeiten stetig steigender Energiekosten großgeschrieben. So auch in Japan. Während man sich aber hierzulande häufig nur mehr „halbherzig“ bemüht, zum Beispiel durch die Reduzierung der Heizungstemperatur in den eigenen vier Wänden oder durch „Umschwenken“ von fossilen auf erneuerbare Energien, sieht das im „Land der aufgehenden Sonne“ wesentlich anders aus.

Denn bedingt durch die Atomkatastrophe im März dieses Jahres herrscht in Japan offensichtlich ein massiver Energiemangel. Eben dieser veranlasste unlängst die japanische Regierung dazu, rigorose Energiesparmaßnahmen im ganzen Land in Kraft zu setzen. Sicherlich auch zum Leidwesen der Bürger, denn die wurden zum Teil in besonderem Maße „in die Pflicht genommen“.

So ist es fortan nicht mehr allein damit getan, die Heizungstemperatur zu drosseln. Sondern sowohl im gewerblichen Sektor, als auch in privaten Bereichen ist man dazu angehalten, die Heizkörper in Wohngebäuden oder Arbeitsstätten auf eine Maximaltemperatur von 20 Grad Celsius einzustellen. Darüber hinaus – so ist es auf der Webseite der japanischen Behörden ersichtlich – wird den Menschen empfohlen, auf dem Weg zur Arbeit eine Bus- oder U-Bahn-Station früher auszusteigen, um sodann den restlichen Weg ins Büro durch rasches Gehen zurückzulegen. Schließlich könne man auf diese Weise die Körpertemperatur erhöhen. Wer dennoch friert, kann sich an wärmenden Speisen gütlich tun. Suppen oder Gerichte, die Ingwer enthalten, sollen besonders wärmend sein.

Angesichts der Tatsache, dass landesweit zahlreiche Atomkraftwerke abgeschaltet wurden, haben die Menschen in Japan derzeit mit einer akuten Stromknappheit zu kämpfen. Handlungsbedarf ist also in jedem Fall erforderlich. Wissenswert ist gleichwohl, dass die komplette Stilllegung des Atomkraftwerkes in Fukushima durchaus dreißig Jahre oder länger dauern wird. Der damit verbundene Kostenaufwand beträgt, Expertenmeinungen zufolge, sage und schreibe mehrere Milliarden Euro. Grund genug auch für die japanische Regierung, dem Betreiber-Unternehmen „Tepco“ mit circa acht Milliarden Euro „unter die Arme zu greifen“. Nur auf diese Weise sei es möglich, dass der Atomkonzern eines Tages auch Schadensersatzzahlungen leisten könne.


Autorin: ab

oak-media













     
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