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 | Thema Kraftstoffe & Brennstoffe vom 07.11.2011 @ 16:17:10 CET
Braunkohle: tatsächlich unverzichtbar?
Immer wieder werden die so genannten fossilen Brennstoffe vor allem in den Medien „verunglimpft“. Und so sind sie im Laufe der Zeit als echte „Umweltkiller“ und noch dazu als „viel zu teuer“ stetig weiter in den Hintergrund gedrängt worden.
Wie aber der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok, kürzlich bekanntgab, sollte Braunkohle als einheimischer Energieträger nicht länger unterschätzt werden. So trage seiner Ansicht nach die Verstromung der Braunkohle in einem ganz besonderen Maße zur Sicherheit und zur Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung hierzulande bei.
Morlok zufolge stellen die modernen, erneuerbaren Energien offenbar bislang noch keine „grundlastfähige“, effiziente Alternative dar, sodass man auch weiterhin an der Braunkohle festhalten müsse. Fakt ist zudem, dass Braunkohle als Energielieferant vor allem die Arbeitsmarktsituation in Mitteldeutschland und in der Lausitz aufrechterhält. Und so spielt Braunkohle nicht nur im Bergbau oder in der Energiewirtschaft, sondern auch im Hotel- und Gaststättengewerbe, in Industrie und Handel sowie im Dienstleistungssektor eine wichtige Rolle.
Morlok machte darüber hinaus deutlich, dass Braunkohle sogar weitestgehend ohne Subventionen auskommt. Anders, als es beispielsweise im Steinkohlebergbau der Fall ist: hier werden die staatlichen Förderungen spätestens 2018 auslaufen. Somit darf Braunkohle also als ein Energieträger bewertet werden, der durchaus wettbewerbsfähig ist. Übrigens auch in punkto Schadstoff-Ausstoß: sicherlich wird bei der Verwertung von Braunkohle jede Menge Kohlendioxid freigesetzt.
Eine entsprechende Relevanz haben demzufolge so genannte CCS-Lagerstätten (zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid). Allerdings können derartige Vorhaben in Sachsen so zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht realisiert werden, weil keine passenden geologischen Formationen zur Verfügung stünden. Dennoch steht man in Sachsen einer solch‘ hochgradig bedenklichen Technologie durchaus positiv gegenüber.
Im Allgemeinen ist sich der Minister sicher, dass die Akzeptanz gegenüber der Verstromung von Braunkohle auf Seiten der Bürger sehr groß sei. Schließlich seien mit diesem Rohstoff langjährige Traditionen verbunden. Grundsätzlich könne eine kostengünstige, effiziente Energieversorgung ohne Braunkohle also derzeit in Sachsen nicht sichergestellt werden. Sind aber tatsächlich alle Bürger des Freistaates dieser Ansicht?
Autorin: ab
 oak-media
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