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 | Thema Ökostrom vom 20.10.2011 @ 17:33:32 CEST
Lässt das Interesse der Verbraucher am Ökostrom nach?
Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Japan im Frühling des Jahres einhergehend mit den atomaren Folgen war sich die Bevölkerung auf der ganzen Welt nahezu einig: die Atomkraftwerke in aller Herren Länder gehören umgehend abgeschaltet.
Und so ging auch das Interesse an ökologischer Energiegewinnung nahezu sprunghaft in die Höhe. Die deutschen Verbraucher waren in dieser Zeit mehr als verunsichert und wechselten deshalb vom bisherigen Stromanbieter zu Öko-Stromtarifen. Sicherlich: Strom aus Windkraft oder solarer Energie et cetera ist zwar im Vergleich zur „klassischen“ Energiegewinnung oft ein klein wenig teurer.
Aber angesichts der Geschehnisse und vor dem Hintergrund der Angst vor einer weiteren Atomkatastrophe waren die Menschen in der Phase unmittelbar nach dem Unglück bereit, diese Mehrkosten in Kauf zu nehmen.
Wie aber die neuesten Statistiken des Unternehmens Verivox deutlich machen, scheint das Interesse der deutschen Bürger an Ökostrom-Tarifen nahezu stetig abzunehmen. Waren es vor dem Atom-Unglück noch rund 58 Prozent der Verbraucher, die sich für die ökologische Energiegewinnung interessierten, so stieg diese Zahl schon im April 2011 auf sage und schreibe 80 Prozent an.
Einen Monat später dann betrug die Quote nurmehr 65 Prozent, und auch im August des Jahres sah es nicht besser aus. Ganz im Gegenteil: gerade einmal 52 Prozent entschieden sich für den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter; Tendenz auch weiterhin sinkend.
Mittlerweile haben sich bei vielen Anbietern die Preise für Umwelt-Strom verringert, sodass der Kostenfaktor die derzeitige Zurückhaltung nicht (mehr) begründen dürfte. Dennoch steht fest, dass sich ein Wechsel lohnt. Wenn auch nicht in erster Linie für die Haushaltskasse, so doch für die Umwelt.
Autorin: ab
 oak-media
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