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Sie sind hier: Start > News & Wissen > Geothermie/ Wärmepumpen: Erkundungsbohrung zum „Super C“ gestartet : zurück

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Thema Geothermie/ Wärmepumpen vom 17.09.2002 @ 13:52:46 CEST


Erkundungsbohrung zum „Super C“ gestartet


Aktuelle Geothermie News Auf dem Gelände der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen haben Anfang September die Arbeiten für die Erkundungsbohrung am „Super C“ begonnen. Das künftige Service-Center der RWTH soll die Möglichkeiten innovativer Energie-Technologien bei der Nutzung geothermischer Ressourcen demonstrieren und gleichzeitig eine architektonische Landmarke für die Region setzen...

Die unter Führung des Geologischen Dienstes NRW gestartete Erkundungsbohrung soll wichtige Informationen über die bisher wenig bekannten Strukturen des Untergrunds im Aachener Norden liefern. Gleichzeitig ist dieses Vorbohren der Auftakt zur Planung der für den Sommer 2003 an dieser Stelle geplanten Hauptbohrung.

Beim Projekt-Start durch die Bohrfirma Thiele wurde nach neun Stunden eine Tiefe von 50m erreicht. Die ersten Ergebnisse in dieser Tiefe bestätigen die Annahmen der Geowissenschaftler hinsichtlich der Abfolge und Mächtigkeit der zu erbohrenden Gesteine.

Im weiteren Projekt-Verlauf soll eine 2,5 Kilometer tiefe Sonde in das Erdreich gebracht werden, die aus der dort vorherrschenden Wärme (etwa 85°C) eine Vorlauf-Temperatur von rund 60°C für das Heizungssystem des Service-Gebäudes liefern soll. Die Wärmeversorgung für das RWTH-Institut soll zumindest teilweise durch Geothermie sichergestellt werden. Das gesamte Projekt ist mit einer Laufzeit von insgesamt vier Jahren angesetzt und soll am 31. März 2006 beendet sein.

Die für die spätere Energie-Entnahme vorgesehen Erdwärme-Sonde benötigt als unterirdische Wärmequelle keine wasserführenden Schichten (Aquifere). Statt dessen zirkuliert in der Sonde eine Wärmeträger-Flüssigkeit, die die Energie aus der Tiefe entnimmt und an die Oberfläche transportiert. Bei Tiefen über zwei Kilometern können auf diese Weise Leistungen von mehreren Hundert Kilowatt erreichen werden.

Bei diesem Verfahren zum Wärmetransport handelt es sich um ein abgeschlossenes System, welches in beliebigen Gesteinen realisiert werden kann und keinen Stoff-Austausch mit Grund- oder Thermalwasser erfordert. Es ist äußerst umweltfreundlich, da bei der Wärmeversorgung kein Kohlenstoff-Dioxid freigesetzt wird. Trotz der hohen Investitionskosten bei geothermischer Energie-Versorgung ist diese Technik durchaus konkurrenzfähig, da der spätere Betrieb fast kostenfrei ist.

Sven_Geitmann








     
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