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 | Thema Fahrzeuge & Mobilität vom 08.08.2011 @ 14:58:12 CEST
Vom Bambus zum Fahrrad
Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass das „Rad buchstäblich neu erfunden“ wurde. Kosteneffizienz und der ökologische Gesichtspunkt standen im Vordergrund, als zwei US-Amerikaner in Lusaka, einer kleinen Gemeinde im südafrikanischen Sambia, ihr erstes innovatives Rad aus Bambusrohr bauten.
War dies Anfang 2007 noch eher ein Hobby, denn eine wirklich innovative Erfindung, so hat sich dies bis heute entschieden geändert.
Denn schon in wenigen Jahren soll das robuste und zugleich leistungsstarke Fahrrad mit dem hochwertigen Bambusrahmen bei der legendären Tour de France dabei sein.
Überhaupt beeindruckt das „neue“ Rad mit dem Bambusrahmen durch seine besondere Stabilität und seine hohe Elastizität, die für jede Menge Fahrspaß und -komfort sorgt. Warum noch auf Stahl setzen, wenn doch auch Bambus ebenso gute Dienste leistet? Zumindest im Rahmen der Herstellung moderner Fahrräder. Bambus kommt in afrikanischen Gefilden bekanntlich in riesigen Mengen vor, und er wächst noch dazu sehr rasch wieder nach. „Ganz nebenbei“ war es den beiden Amerikanern auf diese Weise sogar möglich, 40 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen, was angesichts der desolaten Situation in der dortigen Region ein echter „Segen“ ist.
Mit dem Bambus-Fahrrad sind übrigens zahlreiche weitere Vorteile verbunden. Nicht nur die ökologische Bewirtschaftung der Bambuswälder ist in diesem Zusammenhang zu nennen, sondern auch die Tatsache, dass die Einheimischen künftig in der Lage sind, schneller ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Dank dieser neuartigen „Motivation“ erweist sich das Ganze einerseits sehr profitabel für die Arbeitgeber am Ort. Andererseits können die Arbeitnehmer durch die zusätzlich gewonnene Zeit (noch) mehr Geld verdienen.
Zwar ist die Herstellung der innovativen „Öko“-Räder derzeit noch vergleichsweise teuer, und nicht jeder Einwohner Sambias ist in der Lage, den Kaufpreis für dieses vielversprechende Gefährt aufzubringen. Möglich machen dies jedoch so genannte Mikro-Kredite, die den dortigen Arbeitnehmern gewährt werden. Frei nach dem Motto: „Der Zweck heiligt die Mittel…“, können die Kreditnehmer durch ihren (Mehr-)Verdienst den in Anspruch genommenen Kredit meist rasch zurückzahlen.
Autorin: ab
 oak-media
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