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Sie sind hier: Start > News & Wissen > Photovoltaik: Solaranlagen für die Bewässerung von Indiens Feldern : zurück

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Thema Photovoltaik (Solarstrom) vom 13.01.2011 @ 15:52:14 CET


Solaranlagen für die Bewässerung von Indiens Feldern


Aktuelle pvmicro2 News In Indien sollen bis zum Jahr 2022 Solarparks mit einer Gesamtleistung von 22 Gigawatt entstehen. Das hat die Regierung in der „Nationale Solare Mission“ verkündet. In der zweiten Jahreshälfte 2010 fiel die Bilanz zur Umwandlung des Plans jedoch noch sehr gering aus. Aber immerhin wurden schon zwei Solarparks im tropischen Süden Indiens in Betrieb genommen.

Die entstandenen Freiflächenanlagen haben je eine Leistung von 3 MW und zählen damit zu den bisher leistungsstärksten Solaranlagen Indiens. Die beiden Anlagen des Subkontinents tragen zur Erleichterung des Lebens und der Arbeit der auf dem Land lebenden Bevölkerung bei. Denn in der Trockenzeit wird für die Bewässerung der Felder viel Strom benötigt.

Die Wasserpumpen der Bewässerungsanlagen der Landwirte müssen zuverlässig mit Strom versorgt werden. Das kann nun endlich durch die Einspeisung der gewonnenen Energie in das regionale Stromnetz erfolgen. So ist den Bauern in Südindien nahe der Kleinstadt Itnal durch das Solarkraftwerk die Sorge um die Existenz genommen, da ihre Felder in der Trockenzeit trotzdem mit ausreichend Wasser versorgt werden können.

Die Kraftwerke wurden durch unterschiedliche Firmen und mit unterschiedlichen Technologien entwickelt. Die Anlage bei Itnal wurde durch einen deutschen Hersteller errichtet. Produzenten aus Indien lieferten 13.000 Solarmodule mit einer Leistung von je 239 W. sie sollen pro Jahr 4.000 MW Strom einspeisen. Die deutsche Firma gibt an, dass dadurch ungefähr 400 Wasserpumpen täglich ihren Betrieb aufnehmen können und umgerechnet einer Fläche von 485 Hektar Ackerland Wasser zugeführt werden kann. Die Anlage wird von 12 250-KW-Wechselrichtern komplettiert. Die Gesamtkosten der Anlage werden auf 9 -11 Mio. Euro beziffert.

Das andere Solarkraftwerk besteht aus 13.100 Modulen mit monokristallinen Zellen eines US-amerikanischen Herstellers, sowie Zentralwechselrichtern aus Deutschland, deren Nennleistung 250 kW erreicht. Die Anlage nimmt eine Fläche von 5 ha ein. Ihre Bauzeit betrug rund sechs Monate.


Autorin: Anke Nitschke

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