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Thema Gesundheit (Bioprodukte) vom 16.12.2010 @ 17:31:08 CET


Bioqualität und die Ökobilanz


Aktuelle Gesundheit News Lebensmittel vom Biobauern sind längst keine Seltenheit mehr. Wer regional „Bio“ isst, liegt mit seinem Konsum voll im Trend, denn er fördert nicht nur die ökologische Landwirtschaft und die regionale Lebensmittelvielfalt, sondert trägt auch entscheidend zum Umweltschutz und dem Erhalt der heimischen Kulturlandschaft bei.

In ganz Europa gibt es eine Fläche von biologisch bewirtschafteten Ländereien von einem Anteil von 24% an der landwirtschaftlich genutzten Fläche, wobei die Alpenländer Österreich und die Schweiz hier führend sind mit dem größten Anteil dieser Flächen. Nach Zahlen der Internationalen Vereinigung Ökologischer Landbau 2009, hat Australien/Ozeanien im Kontinenten-Vergleich, die größte biologisch bewirtschaftete Fläche mit 37%. Lateinamerika lag im Vergleich bei 20%, Asien bei 9%, Tendenz steigend, Nordamerika bei 7% und Afrika bei 3%.

Der Markt ist heiß umkämpft und nicht jedes Bioprodukt von den anderen Kontinenten entspricht dem, was angegeben ist. Denn die Preise müssen in den Supermärkten stimmen. Es werden tatsächlich unkultivierte Fläch
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en gerodet, damit Bioplantagen entstehen können. Der Einsatz von unlauteren Mittel ist für uns, fern ab von den Erzeugerländern, schwer zu kontrollieren. Dem Betrug sind alle Türen geöffnet. Da ist es sinnvoller tatsächlich die heimischen Produkte vorzuziehen.

Zur Ökobilanz gibt es viele unterschiedliche Aussagen, ob Bio nun wirklich besser ist. Denn Verpackungen, die unter einem hohen Energieaufwand hergestellt werden müssen, entsprechen bestimmt nicht dem Umweltbewusstsein. Genauso ist es mit weit gereisten Äpfeln, z.B. aus Chile, wo wir doch quasi unser heimisches Obst direkt vor der Tür hätten. Nährstoffe gehen über die weiten Transportwege verloren und ob der Apfel dann wirklich besser schmeckt, das sei dahingestellt.

Erstaunlich ist aber die Bilanz z.B. beim Schaffleisch. Die Schafe in Deutschland überwintern in Ställen und müssen mit Kraftfutter gefüttert werden. In Neuseeland bleiben die Tiere das ganze Jahr über draußen auf der Weide. Wenn sie nach dem Schlachten den langen Weg nach Deutschland antreten, so hält sich die Öko-Waage bzw. die Energiebilanz im Gleichgewicht mit der Kraftfutterherstellung.


Autorin: Anke Nitschke

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