Thema Solarthermie (Solarwärme) vom 18.11.2010 @ 18:23:41 CET
Dämmung des Solarspeichers
Damit die gewonnene Wärme aus der Solaranlage lange gespeichert werden kann, ist es wichtig, dass der Wärmespeicher im Haus, diese Wärme auch über einen längeren Zeitraum halten kann. Aus diesem Grund ist eine Dämmung laut der HEA (Hessische Energiespar-Aktion in Darmstadt) von mindestens 10 bis 15 cm Stärke notwendig, die den Speicher und alle anderen Teile der Anlage, also alle Leitungen und Armaturen, dicht umschließt.
Es wird zudem angeraten, einen Warmwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen des zweifachen täglichen Warmwasserbedarfes eines Haushaltes, das entspricht einer Menge von ungefähr 60 bis 100 l pro Person, zu installieren. Bei einem Vier-Personenhaushalt wird zu einem 300 bis 380-Liter-Speicher geraten. Die Kosten für einen Warmwasserspeicher dieser Größenordnung belaufen sich auf etwa 1.000 bis 1.500 Euro.
Jedoch gibt es bei der Speichertechnik einige Unterschiede. Der bisherige einfache Warmwasserspeicher beherbergt zwei Wärmetauscher, von denen einer im oberen Teil liegt. Er wird mit dem normalen Heizungswasser durchflossen, wenn der untere Teil, in dem sich der Wärmetauscher des Solarkreislaufes befindet, nicht genügend aufgeheizt werden kann. In dem Warmwasserspeicher entstehen sehr hohe Temperaturen. Damit eine Rohrverkalkung und eine Verbrühungsgefahr ausgeschlossen werden, ist die Montage eines Brauchwassermischers am warmwasserseitigen Ausgang notwendig.
Als sehr hygienisch und zudem effektiv werden die etwas teureren Schichtenspeicher eingestuft. Das Brauchwasser fließt bei der Erwärmung erst zu dem Zeitpunkt, an dem es benötigt wird und in der angeforderten Menge, durch einen Wärmetauscher im Schichtenspeicher. Die Wärme aus der Sonnenenergie wird im Schichtenspeicher, wie der Name schon sagt, in 2 Schichten eingebracht. Sind die gewonnenen Temperaturen aus der Sonnenenergie hoch, so wird im oberen Teil des Speichers die Wärme eingespeist, sind sie niedriger, im unteren.
Dann gibt es noch Pufferspeicher, die nicht nur zur Brauchwassererwärmung beitragen, sondern auch das Heizungswasser aufheizen. So wird erst das Wasser im Speicher durch das von der Sonne aufgeheizte Wärmeträgermedium erwärmt und anschließend direkt oder über einen Wärmetauscher zur Warmwasserheizung weitergeleitet. Diese Version des heizungsseitigen Aufheizens ist nur in einem extrem gedämmten Haus effektiv, um einen hohen Solaranteil auszuschöpfen.
Autorin: Anke Nitschke
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