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Pilotanlage mit zwei Flussturbinen bei St. Goar

Thema: Wasser | 16.11.2010 | Aufrufe: 3743 | Bewertung: (1 Bewertungen)

Seit Mitte September 2010 sind zwei Flussturbinen im Rhein in der Nähe von St. Goar im Mittelrheintal (Loreleyfelsen) weiter stromabwärts im Flussbett verankert und schon im Betrieb. Hier wird seit der Inbetriebnahme ohne Staumauer die Wasserkraft, also nur die natürliche Wasserströmungskraft genutzt. Es ist also kein Anstauen oder Umleiten des Wassers nötig.

Durch den Einsatz der zwei Turbinen wird die Strömungskraft des Rheins in elektrische Energie umgewandelt, so dass der Strom ins Stromnetz eingespeist werden kann. Bei einem erfolgreichen Verlauf des Projektes, wird seitens der Herstellerfirma eine kommerzielle Nutzbarkeit angestrebt. Ziel ist es, eine Energieversorgung zu schaffen, die wirtschaftlich rentabel arbeitet, Versorgungssicherheit bietet und zudem noch umweltschonend elektrische Energie produzieren kann.

Die Entwicklung der Flussturbine eröffnet einen ganz neuen Markt der umweltgerechten Energieversorgung, da tatsächlich die Wasserenergie nicht nur im Großen genutzt werden kann, sondern ein Beispiel für die Nutzung der geringeren Wasserkraft aufzeigt. So könnte sogar die Wasserkraft eines kleineren Flusses in elektrische Energie umgewandelt werden oder weiter stromab- und aufwärts des Rheins wären alle Sorgen der Rheinanlieger bezüglich der umweltverträglichen Energieversorgung auf ein Minimum reduziert.

Die Pilotanlage der Flussturbinen sollen ein Zeichen dafür sein, dass in Fließgewässern eine Wasserkraftenergienutzung, sogar hocheffizient und im gleichen Maße fisch- und wasserwirtschaftlich möglich ist, und das unter Anwendung von modernen Technologien.

Nach Angaben des Herstellers der Flussturbinenanlagen liegt im Augenblick die Wasserenergienutzung (über Staumauern und Umleitungen) bei den regenerativen Energien auf Platz 2 in Deutschland. Die Windkraft hat noch den höchsten Anteil deutschlandweit. Das Potential der Wasserkraft kann weiter ausgebaut werden. Auch in anderen Ländern wie Indien, China oder Russland wird nach einer kreativen Lösung zur Energieversorgung des ländlichen Raumes gesucht. Dabei könnten Flussturbinen zum Einsatz kommen.


Autorin: Anke Nitschke

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