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Thema Brennstoffzellen vom 05.09.2002 @ 17:08:34 CEST


Können neuartige Plastiktanks die H2-Speicherfrage lösen?


Aktuelle Brennstoffzelle News Die Wasserstoff-Speichertechnik könnte in nächster Zeit einen großen Entwicklungssprung vorwärts machen. Koreanische Wissenschaftler wollen Materialien gefunden haben, die bis zu 8 Gew.-% Wasserstoff speichern können. Dies wäre deutlich höher als die zuletzt in Nano-Röhrchen erreichten Speicherkapazität von ungefähr 5 Gew.-%...

Nach Angaben von Bild der Wissenschaft handelt es sich bei den neuen Speichermaterialien um zwei herkömmliche Kunststoffe: Polyanilin und Polypyrrol. Bei Arbeiten einer Forschergruppe des Koreanischen Instituts für Energieforschung in Taejon an diesen Kunststoffen sollen die Wissenschaftler festgestellt haben, dass beide Stoffe bei Raumtemperatur bis zu 6 Gew.-% Wasserstoff speichern können. Eine Behandlung der Kunststoffe mit Salzsäure erhöhe die Speicherungskapazität sogar noch auf 8 Gew.-%.

Die Forscher um den Wissenschaftler Sung June Cho sollen bei einem Treffen der American Chemical Society weiterhin berichtet haben, dass das Geheimnis dieser relativ hohen Speicherkapazität für Wasserstoff in der elektrischen Leitfähigkeit der Kunststoffe liege. Dies erleichtere die Anlagerung von Wasserstoff-Molekülen an deren Oberfläche. Durch die Säurebehandlung wird die Oberfläche der Kunststoffe darüber hinaus durch Porenbildung vergrößert und die Speicherkapazität somit weiter erhöht.

Ein effizienter Wasserstoffspeicher sollte mindestens 6,5 Gew.-% speichern können, damit er gewinnbringend in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden kann. Polyanilin und Polypyrrol sind daher gute Kandidaten für zukünftige H2-Tankbehälter. Zunächst muss allerdings noch untersucht werden, ob beide Stoffe den Wasserstoff nicht nur speichern, sondern auch kontrolliert wieder abgeben können. Chos Gruppe arbeitet bereits an dementsprechenden Experimenten und hofft, erste Ergebnisse schon bald veröffentlichen zu können.

Redaktion








     
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