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 | Thema Energiesparendes Bauen vom 17.08.2010 @ 15:50:01 CEST
Wärmedämmung entscheidet über Wärmeschutz
Die Verunsicherung beim Thema Wärmeschutz ist groß: Da sich die gesetzlichen Anforderungen an den Heizenergiebedarf neuer Häuser ständig ändern, behält kaum ein Hausbesitzer den Überblick. Unseriöse Anbieter nutzen dies aus und versuchen, potenzielle Kunden durch angeblich spektakulär niedrige Verbrauchswerte zu teuren Entscheidungen zu drängen. Um sich vor übereilten Entscheidungen zu schützen, hilft nur eines: eine kompetente und unabhängige Beratung…
Maßgeblich ist die seit 1. Oktober 2009 gültige, verschärfte Energieeinsparverordnung für Gebäude (EnEV 2009). Bei jedem Neubau und jeder größeren Sanierung sind diese Vorschriften bindend. Eine Verbesserung der Energiewerte darüber hinaus ist freiwillig.
Die Bauweise von Häusern spielt für den Energiestandard keine entscheidende Rolle. Sowohl Holzhäuser als auch Massivhäuser aus Mauerwerk und Beton können jeden Dämmwunsch erfüllen. Dach, Fenster, Keller und Heizungsanlage sind bei diesen Bauweisen im Prinzip gleich. Massive Außenwände aus hoch wärmedämmenden Mauersteinen dämmen etwa doppelt so gut wie gleich dicke Holzwände. Bei Wänden aus Beton oder schweren Mauersteinen entscheidet die Dicke und Art der zusätzli
ch aufgebrachten Wärmedämmung über den Wärmeschutz.
Massiv zu bauen mit Mauerwerk oder Beton zahlt sich zusätzlich aus: Dank der Wärmespeichermassen der schweren Bauweise wird viel Energie gespart. Die Wände und Decken können die Wärme der Sonnenstrahlen besser speichern als leichte Bauteile. In den Abendstunden geben sie die gespeicherte Wärme wieder ab. Bei Niedrigenergiehäusern mit günstiger Südausrichtung spart das etwa zehn Prozent an Heizenergie ein. Der umgekehrte Effekt wirkt in der warmen Jahreszeit: Dann schützt die Massivbauweise vor einer Überhitzung der Räume.
Bis in die 70er Jahre verbrauchte ein etwa 130 Quadratmeter großes Einfamilienhaus für die Heizung jährlich rund 4.000 Liter Öl. Seitdem ist der Heizbedarf kontinuierlich gesunken: Heute liegt er nur noch bei rund 800 Kubikmetern Heizgas oder 800 Litern Öl im Jahr. Damit verheizt ein neues Haus ungefähr 80 Prozent weniger Energie als noch vor drei oder vier Jahrzehnten. Noch weiter optimierte Häuser, beispielsweise KfW-70/55-Häuser, benötigen jährlich sogar nur 450 bis 550 Liter, also unter 15 Prozent des Verbrauchs alter, unsanierter Häuser.
Foto: Massiv-Mein-Haus e.V.
Schlagworte: Anbieter Überblick Gebäude Bauweise Energiestandard Wärmedämmung Heizenergie
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