Thema Geothermie/ Wärmepumpen vom 26.07.2010 @ 16:36:26 CEST
Planung einer Wärmepumpenanlage - Wärmepumpe mit Gütesiegel
Ganz wichtig ist, wenn Sie sich entschlossen haben sollten, in ihrem Neubau eine Wärmepumpenanlage zu betreiben, dass sie sich einen Fachhandwerker mit Erfahrung mit Wärmepumpen suchen, der auch eine Referenzliste über die von ihm erstellten Anlagen zur Hand hat. Zudem sollte der Unternehmer eine Güteauszeichnung zum EU-zertifizierten Wärmepumpeninstallateur vorweisen können, in dem ihm das konkrete Fachwissen in der Theorie und über die praktische Installation bescheinigt wird.
Es ist ratsam, das ganze Wärmesystem von nur einem Fachhandwerker ausführen zu lassen, der mit der Planung, Ausführung und Montage der Wärmequelle und der Wärmeverteilung alle Bauteile betreuen kann, so dass alles genau aufeinander abgestimmt ist und eine Beratung erfolgt, wie die Anlage optimiert werden kann.
Das D-A-CH-Gütesiegel auf der installierten Wärmepumpe beweist die Qualität der Pumpe, weil sie unter einheitlichen Laborbedingungen auf ihre Leistungszahl geprüft wurde. Anhand der Leistungszahl (COP) können Pumpen untereinander in Bezug auf ihren Normalverbrauch verglichen werden.
Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe steigt im Winter der Stromverbrauch im Vergleich zu einer erdgekoppelten Wärmepumpe ca. 200,- Euro im Jahr an. Das liegt daran, dass die Lufttemperatur im Winter ja auch niedrig ist und sie nicht mehr so viel
Heizwärme abgeben kann. Effizienter gelingt dies mit der erdgekoppelten Pumpe. Jedoch ist der Aufwand hierfür ungefähr 4.500,- Euro teurer.
45 Prozent des Wärmepumpenmarktes konnten bisher, das ist eine Zahl vom Dezember 2009, die Luft-Wasser-Wärmepumpensysteme für sich in Anspruch nehmen.
Sie haben sich schon für ein System entschlossen und haben Bedenken bei der Bedienung? Die Bedienung ist einfach gehalten. Im Normalfall arbeitet die Anlage automatisch. Auf die Nachtabsenkung oder ein Herunterfahren der Temperaturen bei Nichtanwesenheit, sei es auch nur ein Kurzurlaub, scheint es sinnvoller zu verzichten, da ein Wiederhochfahren der Anlage mehr Energie benötigt wird und sie so nicht mehr so effizient arbeiten kann.
Ein elektrischer Handtuchheizkörper erweist in der Übergangszeit einen guten Dienst, da ansonsten die Heizung nicht genutzt wird, so müsste die Wärmepumpe nur im Betrieb sein, um das Bad für eine geringe Zeit zu heizen. Wäre dies effektiv?
Über eine Dezentralisierung der Warmwasserbereitung könnte im Einzelfall nachgedacht werden, um auch hier sinnvoll Einsparungen zu erwirtschaften.