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Thema Energiewirtschaft & Politik vom 16.07.2010 @ 15:28:55 CEST


Die Gefahren der CO²-Lagerung


Aktuelle energiepolitik News Durch den Klimawandel, hervorgerufen durch die vielen Treibhausgase, Wasserdampf, Ozon, Methan, Lachgas, halogenierte Fluorkohlenwasserstoffe, perflorierte Fluorkohlenwasserstoffe und Schwefelhexaflourid, sowie hauptsächlich die übermäßige CO²-Ausschüttung in die Erdatmosphäre, taucht immer häufiger die Frage nach der CO²-Lagerung auf.

Wie wir wissen, entsteht CO² bei den Verbrennungsvorgängen. Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Lagerung des überschüssigen Kohlendioxids unter Tage stattfinden könnte. Dazu müsste es zum Beispiel nach dem Verbrennungsvorgang als Rauchgas wieder unter die Erde in die Hohlräume des Tagebaus geleitet werden. Als weitere “Kohlendioxid-Endlager“ kommen Erdöllagerstätten, Erdgaslagerstätten, Kohleflöze, die Tiefsee und salzhaltige tiefe Grundwasserleiter, auch Aquifere genannt, in Betracht.

Die meisten Forscher jedoch sind der Ansicht, dass eine Lagerung des Kohlendioxids ab 800 Metern Tiefe in Sedimentschichten mit salzwassergefüllten Poren die beste Möglichkeit darstelle. Das CO² wird in dieser Tiefe durch den dort herrschenden Druck sehr stark zusammengepresst. Allerdings wird dadurch das Salzwasser aus den Poren des Gesteins gedrückt. Es bleibt die Frage offen, wohin das Salzwasser anschließend gelangt. Eine laterale Verdrängung des Salzwassers führt in weiterer Entfernung vom eigentlichen Kohlendioxid-Lager, meist an Orten mit geologischen Störzonen, zu einem Eindringen in das Grundwasser, das ja auch als Trinkwasser genutzt wird.

Es kann sogar zu spürbaren Erschütterungen und Erdbeben kommen, wenn die Drücke bei der Verpressung des Kohlendioxids über dem Formationsdruck liegen und die Zugspannung des Gesteins diese nicht aushält.

Eine weitere Gefahr der unterirdischen Lagerung besteht darin, dass das Kohlendioxid ausgast und mit dem Grundwasser zu einem Kaltwassergeysir wird, bei dem in unkontrollierbaren Abständen das Wasser aus dem Erdreich nach oben schießt, je nachdem, wie viel CO² sich wieder eine Nische suchen konnte.

Die allergrößte Gefahr entsteht jedoch durch eine langsame stetige Entgasung, die unbemerkt zu Todesfällen führen kann. Schon eine Kohlendioxidkonzentration ab 8 Prozent kann für den Menschen tödlich sein.


Autorin: Anke Nitschke


Schlagworte:
Klimawandel Treibhausgase lagern CO² einlagern Grundwasser Erdbeben Kohlendioxid Todesfällen Salzwasser Poren

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