 | Thema ökologische Rohstoffe vom 16.06.2010 @ 16:34:37 CEST
Vielfältige Förderungsmöglichkeiten bei Pelletöfen und -heizungen
Holz, ein regional verfügbarer Rohstoff, klimafreundlich im Heizverhalten, ist wieder „in“ und mehr und mehr im Kommen.
Deutschland hat durch ein hohes Holzvorkommen gute Voraussetzungen noch mehr Wärme als bisher durch Holzverbrennungsanlagen zu erzeugen.
Die Bundesregierung gibt durch das 2009 verabschiedete Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) - es beinhaltet u. a., dass bis zum Jahr 2020 mindestens 14 % der Wärme aus regenerativen Energien erzeugt werden müssen mit dem Ziel: Klimaschutz durch weniger Schadstoffausstoß, Schutz fossiler Brennstoffe u. sinkende Abhängigkeit von energieexportierenden Ländern - gesetzlich vor, erneuerbare Energien bei Neubauten ab 50 m² Nutzfläche, auch kombiniert mit fossilen Brennstoffen oder anderen erneuerbaren Energien, bei der Wärmegewinnung eingesetzt werden müssen.
Pelletöfen und -heizungen sind eine gute Möglichkeit, mit Holz regenerativ und umweltschonend zu heizen und die staatlichen Vorgaben zu erfüllen. Für Pelletanlagen stehen Fördermittel zur Verfügung. Die verschiedenen Arten von Anlagen werden entsprechend unterschiedlich gefördert, so erhält man im Zuge des vom Staat gestarteten Marktanreizprogrammes z. B
. für automatisch beschickte Pelletkessel in Bestand eingebaut mit einer Nennwärmleistung zwischen 5 – 100 kW eine Basisförderung von 36 € / kW, mind. 2.000,-- € bis zu 72 € / kW, mind. 4.000,-- € inkl. eines Effizienzbonusses (bei Einbau in ein Haus mit niedrigem Primärenergiebedarf).
Luftgeführte Pelletöfen ab 5 kW werden mit 500,-- € und max. 20 % der Kosten, sowie Pelletöfen mit Wassertasche mit 36,-- € / kW und mind. 1.000,-- € gefördert. Für Neubauten liegen die Zahlen generell etwas niedriger.
Informationen erhält man über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Die einzelnen Bundesländer haben eigene Förderprogramme, auch hier lohnt es sich, Informationen einzuholen.
Steuerliche Vorteile ergeben sich bei den Kosten für Handwerker bei Ersetzen einer bestehenden, fossil betriebenen Heizungsanlage beispielsweise durch einen Pelletkessel in selbstgenutztem Wohnraum.
Auch die KfW-Bank unterstützt energiebewusste Verbraucher mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen. Das hauseigene Programm „Energieeffizient Sanieren“ sieht günstige Konditionen für den Einbau von Holzpelletheizungen vor.
Autor: Andreas Marotzke
Schlagworte: Rohstoff Holz Nutzfläche erneuerbare Energien Wärmegewinnung Pelletöfen Fördermittel Pelletanlagen
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