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 | Thema Energiesparendes Bauen vom 15.06.2010 @ 17:04:26 CEST
Das grüne Dach als Alternative zur Flächenversiegelung
Im Zuge immer steigender Kosten für die Entsorgung von Regenwasser durch die Kanalisation machen sich umweltbewusste Bauherren Gedanken über die Nutzung ihres Daches als Gründach, das nicht wie herkömmlich mit Dachpfannen oder mit Blech eingedeckt wird. Leider stellt sich bei dem Ökodach die Problematik einer Installation einer Solaranlage. Jedoch weisen begrünte Dächer einen geringeren Wärmeverlust auf und haben daher gute Dämmeigenschaften, welches durch die große Speichermasse im Sommer schön kühlt und im Winter die Wärme speichert bzw. zurück hält.
In einigen Gemeinden laufen sogar Förderprogramme, die diese Ökodächer fördern. Dort gibt es Zuschüsse oder der Eigentümer muss weniger Abwasserkosten bezahlen. Da der Boden durch die Fläche eines entstandenen Hauses versiegelt wurde, können grüne Dächer diese Fläche wieder aufheben und das Regenwasser zurückhalten. Dies führt unweigerlich zur Entlastung der Regenwasserkanalisation.
Optimal geeignet für eine Begrünung s
ind Dächer mit einem Dachneigungswinkel von maximal zwanzig Grad. Bei einer Neigung von über zwanzig Grad müssen aufwendige Maßnahmen durchgeführt werden, die das Pflanzmaterial gegen ein Abrutschen sichern. Das höhere Gewicht eines grünen Daches führt manchmal zu höheren Kosten bzgl. der Statik des Dachstuhls.
Zur Ausführung beim Aufbau der Pflanzschicht, sowie bei der Bepflanzung ist es ratsam einen Gründachspezialisten zu beauftragen. Er gibt wertvolle Tipps und Ratschläge zur Begrünung. Bevorzugte Ökodächer sind die, mit einer extensiv begrünten Fläche. Man spricht hier von extensiv, da die Dachfläche mit Pflanzen gestaltet wird, die wenig oder gar keiner Pflege bedürfen. Sie sind meist sich selbst überlassen. Doch hin und wieder gesellen sich zu diesen Pflanzen über die natürliche Verbreitung Tiefwurzler wie Löwenzahn oder Disteln. Sie sollten unbedingt entfernt werden.
Pro Quadratmeter Gründach mit extensiver Bepflanzung müssen Bauherren mit Kosten in Höhe von fünfundzwanzig bis fünfzig Euro oder mehr rechnen. Diese hohe Spanne resultiert aus die Gestaltung des Unterbaus mit dessen Substrat- oder Erdschicht.
Autorin: Anke Nitschke
Schlagworte: Dachpfannen Ökodach Speichermasse Winter Dämmeigenschaften Förderprogramme Ökodächer
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