Thema Fahrzeuge & Mobilität vom 11.05.2010 @ 15:29:04 CEST
Elektromobilität: Die Verbraucher nicht aus den Augen verlieren
Der viel diskutierte Elektro-Gipfel der Bundesregierung war eher eine Enttäuschung. Die Industrie war führend, die Belange der Verbraucher waren unterrepräsentiert. Außerdem gab es weder von der Politik konkrete Zusagen bezüglich der Förderung der Elektromobilität noch von der Industrie seriöse Aussagen, wann ihre Fahrzeuge serienreif zur Verfügung stehen. Dem Verbraucher wird aber suggeriert, dass die Einführung des Elektroautos praktisch vor der Tür steht. Transparenz und echte Verbraucheraufklärung sind jetzt oberstes Gebot. Der ADAC wird in verschiedensten Gremien mitarbeiten, damit dies passiert.
„Elektro“ kann eine echte Alternative in der urbanen Mobilität sein, aber auch diesbezüglich gibt es noch viele offene Fragen, beispielsweise zur Infrastruktur und vor allem deren Standardisierung. Der ADAC versteht sich als Informationsplattform für alle alternativen Antriebe, also auch für Auto- und Erdgas, Biokraftstoffe der zweiten Generation, Wasserstoffantrieb, Brennstoffzelle und andere Technologien.
Interessant bei der gegenwärtigen Diskussion um die E-Mobilität ist beispielsweise, dass die Brennstoffzelle kaum genannt wird, obwohl die Brennstoffzelle auch einen Elektromotor antreibt und damit ebenso zur Mobilitätsform „Elektro“ gehört. Auch die Verbrennungsmotoren sind in Zukunft im Auge zu behalten. Hier wird es weiterhin Einsparungsmöglichkeiten geben. Ob Elektroautos wirklich sauberer als herkömmliche Motoren sind, hängt vom Energiemix ab. Der ADAC hat dazu bereits einige Untersuchungen am Beispiel eines E-Smart und eines Smart mit Dieselmotor gemacht: ADAC Artikel Elektroauto>>>
Wichtig ist es, die Belange des Verbrauchers immer im Auge zu behalten. Niemand will - auch nicht beim Thema Elektroauto - bei Sicherheit, Komfort, Reichweite und Transportkapazität Abstriche machen.
Der ADAC unterstützt den Verbraucher in seiner Kaufentscheidung und in Servicefragen. Er bietet Erklärung und Aufklärung. Hier greifen der ADAC-Autotest, der ADAC EcoTest sowie verschiedene Sicherheitstests ineinander. Wie sparsam und sauber ein Auto ist, zeigt der EcoTest des Clubs. Mehr als 1000 Modelle haben die Spezialisten des ADAC Technik Zentrums in Landsberg am Lech untersucht.
Neben dem Kohlendioxidausstoss ermittelt der Club auch den Ausstoß von Schadstoffen. Im Gegensatz zum gesetzlichen Prüfverfahren wird auch der Betrieb der Klimaanlage sowie der Einsatz auf der Autobahn berücksichtigt.
Quelle Foto:
BU: ADAC-Präsident, Peter Meyer, "tankt" ein E-Auto auf (ADAC)
Autor:
Dr. Christian Buric
ADAC Zentrale
Externe Unternehmenskommunikation EKO
Anmerkung der Redaktion:
Die ep24 Redaktion bedankt sich beim ADAC und bei Herrn Buric für diesen Kommentar.
Da das Thema Elektromobiltät zur Zeit besonderes Interesse geniesst, möchten wir Sie um Ihre Meinung bitten und ins Forum zur Diskussion einladen.
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Schlagworte: Elektromotor Industrie seriöse Aussagen Elektroautos Verbrauch Mobilität Biokraftstoffe E-Mobilität Brennstoffzelle vergleichen Modelle
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