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Thema Umwelt/ Energiesparen vom 16.04.2010 @ 15:27:59 CEST


Feinstaub von Laserdruckern – eine Gesundheitsgefahr?


Aktuelle Umwelttechnik News In Büros, Krankenhäusern, Arztpraxen, Schulen, Universitäten, Hotels usw. Selbst im Jahr 2009 gingen in Deutschland circa 2 Millionen Laserdrucker über den Tisch. Leider wissen zu wenige von der Gefahr die von diesen Druckern ausgeht. Klar ist jedoch, dass die Laserdrucker Feinstaub- und Ultrafeinstaubpartikel ausstoßen. Diese Werte sind messbar. Allerdings ist der Ausstoß von Gerät zu Gerät und jeweilig benutzem Druckerpapier unterschiedlich.

Die Messwerte differieren, nach Wartungszustand des Druckers. Es wäre folglich dringend angeraten, die für die Gesundheit schädlichen Nanopartikel näher zu betrachten und die Art der gasförmigen Stoffe, die während des Druckvorgangs beim Tonerauftragen entstehen, zu erforschen. Die Wirkungsweise der eingeatmeten Feinstaubpartikel aus dem Laserdrucker auf den menschlichen Organismus ist ebenfalls noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Menschen, die viel in wenig gelüfteten Räumen mit einem Laserdrucker arbeiten, klagen vermehrt über Halsschmerzen, Reizhusten, geschwollene Lymphknoten und Atemwegsinfekte, Atemnot bis zu chronischem Asthma und Lungenschäden. Es besteht der Verdacht, dass die Nanopartikel Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen auslösen.

Im Straßenverkehr wurde bereits die Gefahr des Feinstaubes für die Gesundheit erkannt und deshalb Russfilter eingesetzt. Doch wer achtet bei der Herstellung von Lasergeräten auf die Ultrafeinstaubpartikel? Selbst das Umweltzeichen, der „Blaue Engel“ ist schon vor d

em Bekanntwerden der Nanopartikel von Laserdruckern aufgekommen und keine Gewähr für die Schadstofffreiheit dieser.

Um Gesundheitsschäden einzugrenzen und auf ein Minimum zu reduzieren, ist eine gute Raumdurchlüftung nach einer hohen Druck- oder Kopierzahl angeraten. Die Anzahl der Staubpartikel pro Kubikzentimeter können so auf einen erträglicheren Wert herabgesetzt werden. Optimal wäre ein separater Kopier- und Druckerraum mit einer Raumluftabsauganlage. Die Installation eines Partikelfilters, der einmal im Jahr oder nach 70.000 Ausdrucken gewechselt werden sollte, ist bei einigen Modellen möglich. Eine regelmäßige Wartung, bei der die Laserkopierer und -drucker mit Spezialsaugern gereinigt werden, ist unerlässlich. Um den Feinstaub zu binden, können Pflanzen aufgestellt werden und die Fußböden, wenn möglich, regelmäßig gewischt werden.

Feinstaubemissionsmessungen können von Spezialisten für circa 300,- Euro durchgeführt werden. Oder – es erfolgt der Druckprozess mit einem Tintenstrahldrucker, bei dem die flüssige Farbe aufgespritzt wird und nicht mit Hilfe von Hitze fixiert und anschließend gekühlt werden muss.


Autorin: Anke Nitschke


Schlagworte:
Universitäten Feinstaub Gefahr Druckerpapier Blaue Engel Wartung

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