Thema Umwelt/ Energiesparen vom 01.04.2010 @ 17:02:59 CEST
Der Grüne Hahn – Kirchen für den Umweltschutz
Die Kirchen in Deutschland haben schon vor Jahren zu einem großen Pilotprojekt, dem „grünen Hahn“ aufgerufen. Doch nun endlich kommt dieses Umweltprojekt richtig ins Rollen. Vorreiter dieser ökumenischen Aktion sind elf Kirchengemeinden, eine Kirchenverwaltung, zwei kirchliche Bildungseinrichtungen und zwei stationäre Altenpflegeeinrichtungen der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Der Kern des Projektes befasst sich mit der Schöpfungsgeschichte in der Bibel, in der es heißt, dass der Garten Eden zu bebauen und zu bewahren ist. Oftmals wird in den Gottesdiensten nur über den Gedanken an die Bewahrung der Schöpfung gepredigt. Doch wo sind die Taten? Mit dem „Grünen Hahn“ wird den Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen die Möglichkeit gegeben, durch soziale, ökologische und wirtschaftliche Aktionen am Umweltmanagement teilzunehmen.
In den kirchlichen Einrichtungen wird genauso, wie in allen anderen Bereichen des Lebens Energie in Form von Strom, Wasser und Heizung verbraucht. Selbst hier herrschen enorme Papierberge, da die Bürokr
atie ja seinen Weg gehen muss. Für die Kirchen bedeute eine Teilnahme am „Grünen Hahn“ eine Übernahme der lebendigen Verantwortung für die Schöpfung, eine dadurch resultierende größere Glaubwürdigkeit, eine Energiekostenkontrolle, sowie Betriebskostensenkung. Durch eine Senkung der Betriebskosten, werden Gelder frei, die für andere Belange, zum Beispiel in der Jugendarbeit eingesetzt werden können. Nur so wäre ein Lichtblick für die kommenden Generationen geschaffen, sich für den Umweltschutz und gleichzeitig für die Kirche einzusetzen.
Gemeinsam mit interessierten Gemeindemitgliedern wird ein Umweltschutzteam gegründet, die Umweltziele in der Gemeinde erörtert und reale Energiesparmaßnahmen besprochen. In einer Probephase werden die Ziele in die Tat umgesetzt und anschließend bewertet. Es folgt eine Umwelterklärung, in der die Umweltmaßnahmen der Öffentlichkeit vorgestellt werden, mit allen Fakten, was durch welche gezielten Handlungen erreicht werden konnte. Nach dieser getanen Umweltarbeit kann die Zertifizierung nach der Europäischen Umwelt-Audit-Verordnung, auch unter EMAS II bekannt, und nach DIN EN ISO 14001 erfolgen.
Autorin: Anke Nitschke
Schlagworte: Pilotprojekt starten Umweltprojekt Zertifizierung Umweltmanagement Infos Energiekostenkontrolle Fakten
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