Thema Gesundheit (Bioprodukte) vom 29.03.2010 @ 17:04:33 CEST
Das Für und Wider von genveränderten Lebensmitteln
Die Grüne Biotechnologie ist sehr umstritten. Sie beschäftigt sich als Agro – Gentechnik mit der Anwendung von Gentechnik. Die Lebensmittel werden damit in einen veränderten Zustand gesetzt, das heißt, sie erhalten Eigenschaften, die die Natur ihnen vorenthalten hat. Verschiedene Gemüsesorten sollen dadurch nährstoffreicher werden, Getreide allergieärmer und Kartoffeln krankheits- unanfälliger, um Ernteausfällen vorzubeugen. So können zum Beispiel Tomaten schneller reifen und Erdbeeren nicht so leicht faulig werden. Durch diese Art der „Haltbarmachung“, war es ein Ziel, die weltweite Hungersnot zu bekämpfen.
Leider nahm jedoch der Hunger in den letzten dreißig Jahren mit dem Einsatz von genveränderten Pflanzen weiter zu.
Der Einfluss der grünen Gentechnik und der damit veränderten Lebensmittel auf die Gesundheit des Menschen und auf die Umwelt ist noch nicht abschließend geprüft worden und so bleibt deren Einsatz umstritten.
Kritiker glauben, dass durch Genfood unüberschaubare Folgen in der Erbgut - Veränderung beim Menschen sowie in der Natur eintreten können. Sie sehen auch einen Anstieg von Allergiekranken, da immer neue Eiweißverbindungen entstehen, die allergie-auslösend wären.
Die Befürworter meinen, dass eine Qualitätssteigerung hervorgerufen durch die Erhöhung des Vitamingehaltes erreicht und sogar die Umwelt geschont würde. Weniger Pestizide und Spritzmittel müssten
eingesetzt werden, da die gentechnisch veränderten Pflanzen schädlings-resistenter sein. Doch besteht nicht eine Umweltbelastung? Schon die Verbreitung von genmanipuliertem Samen stellt einen Eingriff in die Ökosysteme und die Artenvielfalt dar. Selbst bei der Bestäubung der Blüten kann eine Schädigung der Insekten eintreten.
Für uns Verbraucher ist es nicht leicht einzusehen, wo nun die Gentechnik ihre Finger im Spiel hatte. Schwierig ist es besonders bei Fleisch- und Wurstwaren. Wissen wir, welches Futter die Tiere bekommen haben? Leichter zu beurteilen sind Sojaprodukte, die meist aus Gen-Soja entstehen und in fast einem Drittel der Lebensmittel enthalten sind. Soja ist zu finden in Soßen, Fisch- und Fleischwaren, Plätzchen, Brot, Suppen, Konfekt, Pasten, Eis, Milchmischgetränken und in Vitaminprodukten. Folgende Lebensmittel enthalten versteckt Sojafett oder -öl: Majonaise, Backfette, Tiefkühlkost (frittiert), Margarine, Speiseöl, und Chips.
Was soll man da als Gegner der Gentechnik noch essen, bestimmt nicht die Kartoffelsorte „Amflora“, die extra zur Herstellung von Klebstoff gentechnisch verändert wurde!
Autorin: Anke Nitschke
Schlagworte: Biotechnologie Haltbarmachung Hungersnot bekämpfen Genfood Qualität Umwelt Allergie Gen-Soja Vitaminprodukten Lebensmittel Pflanzen
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