 | Thema Abfall & Recycling vom 19.03.2010 @ 14:43:38 CET
Was aus Biomüll beim richtigen Sortieren alles werden kann
Die Biotonne oder auch grüne Tonne gibt es in Deutschland für die Entsorgung aller organischen Abfälle. Sie werden von den Entsorgern abgefahren, sofern der Verbraucher sich nicht hat „befreien“ lassen. Das heißt, dass er selbst für die Entsorgung seines organischen Mülls wie zum Beispiel die Küchenabfälle oder Gartenabfälle Sorge tragen muss. Das kann bei Eigenheimen mit Garten durch einen eigenen kleinen Komposthaufen geschehen.
Zu den Küchenabfällen, die in die Biotonne einsortiert werden, zählen alle Speisereste, Eierschalen, Küchenpapier, Obstschalen, Papiertaschentücher, Tee- und Kaffeefilter und Gemüseabfälle. Die Gartenabfälle setzen sich aus Blumen- und Pflanzenresten, Fallobst, Laub, Nadeln, Baum- und Strauchschnitt, Ernterückständen von Gemüsebeeten, Rasenschnitt usw. zusammen. Federn, Holzwolle und Haare dürfen ebenfalls in die Biotonne, jedoch keine Steine, Bauschutt oder
Staubsaugerbeutel. Es versteht sich von selbst, dass Schadstoffe wie Batterien, Farben und Lacke absolut tabu sind.
Doch hin und wieder, vielleicht aus Bequemlichkeit, befindet sich die Plastiktüte tatsächlich im Biomüll. Verrottet Plastik oder Kunststoff? Wird die Tüte durch Bakterien zersetzt? Kann daraus neuer Boden entstehen? Ganz klar – nein!
Im Kreis Paderborn in Nordrhein-Westfalen gibt es eine Grüngutkompostieranlage. Hier werden hauptsächlich Grünabfälle aus Baum-, Strauch- und Rasenschnitt verwertet. Zur Freude der Kreisbewohner kann dort Kompost zur Bodenverbesserung, Kompost - Mulch zur Unkrautunterdrückung oder Pflanzerde aus reinem Grüngut preiswert als lose Ware oder in handlichen Säcken erworben werden.
Alle Produkte der Angebotspalette haben gemäß RAL das Zeichen für Gütekompost und eignen sich für den ökologischen Anbau. Sie ernähren als Langzeitdünger gleichmäßig die Pflanzen, der Humusanteil des Bodens wird durch sie erhöht und die Bodenaktivität gesteigert. Zudem erfolgt eine optimale Durchlüftung des Bodens.
Da lohnt sich das sorgsame Sortieren – nicht nut für den Kleingärtner!
Autorin: Anke Nitschke
Schlagworte: Infos Biotonne Abfall Tonne Abfallentsorgung Gartenabfälle Grüngutkompostieranlage Kleingärtner
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