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 | Thema Photovoltaik (Solarstrom) vom 23.02.2010 @ 17:33:01 CET
Photovoltaik – Wachstum bei gleichzeitig reduzierter Förderung?
Photovoltaik ist ein Verfahren der Sonnenenergienutzung durch direkte Umwandlung des Sonnenlichts in elektrische Energie mittels Solarzellen. Eine einfache Beschreibung einer Technik, in der Deutschland weltweit technologisch führend ist und die Branche einen hohen Exportanteil besitzt.
Da die Bundesregierung selbstverständlich Interesse daran hat, diesen Wirtschaftszweig weiter wachsen zu sehen, hat sie durch das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) eine hohe Investitionssicherheit für Häuserbauer- oder Eigentümer geschaffen.
Das EEG als erfolgreiches Markteinführungsinstrument ist so gestaltet, dass es einen starken Ausbau der erneuerbaren Energien bei gleichzeitig sinkenden Vergütungen und damit Kosten sicherstellt. Dank des EEG müssen Netzbetreiber Besitzern einer Photovoltaikanlage den produzierten Solarstrom abkaufen. Weiter bezahlt der Staat jedem, der eine Anlage auf dem Dach installiert, eine Vergütung für den in das Stromnetz eingespeisten Strom. Zusätzlich erhalten Hauseigentümer eine Vergütung für selbstverbrauchten Strom.
Jedoch wird es im diesem Jahr Einschnitte geben.
Durch den eingetretenen Verfall der Systempreise (Mod
ulpreise plus Installationskosten), wirkt die Regierung einer Überförderung entgegen und reagiert mit einer einmaligen Kürzung der Einspeisevergütung pro KWh um 15 % für erzeugten Strom durch Dachanlagen, bei Freiflächenanlagen sogar um 25 %. Die im EEG bereits festgesetzte Degression von 9 % pro KWh pro Jahr bleibt bestehen.
Die Kürzungen sollen für Dachanlagen am 01. April 2010, für Freiflächenanlagen am 01. Juli eintreten. Laut Bundesumweltminister Röttgen könne sich dies allerdings noch um einige Wochen verzögern, da der Bundestag die Gesetzesänderung erst beraten und billigen muss.
Allerdings will das Bundesumweltministerium den Eigenverbrauch selbstproduzierten Stroms stärken und attraktiver machen. Die einmalige Absenkung wird auf den Eigenverbrauch nicht angewandt. Jede selbst verbrauchte KWh soll 4 Cent, demnächst sogar rund10 Cent wertvoller sein als eingespeister Strom. Die genaue Höhe des Eigenverbrauchsbonus konnte Röttgen allerdings noch nicht beziffern. Außerdem soll die Leistungsobergrenze von 30 KW aufgehoben werden, um Betreiber einer Anlage zu ermutigen, Stromspeicher zu errichten, so Röttgen weiter.
Autor: Andreas Marotzke
Schlagworte: Infos Photovoltaik Einspeisevergütung staatliche Förderung 2010 Solarstrom Eigenverbrauch
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