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 | Thema Bauen & Wohnen, Technik, Sonstiges vom 10.02.2010 @ 17:17:59 CET
Weiße, grüne und rote Gentechnik – worin unterscheiden sie sich?
Am meisten ist wohl die grüne Gentechnik, sie wird auch Agro-Gentechnik genannt, in die Schlagzeilen geraten. Hinter der grünen Gentechnik steckt die Veränderbarkeit der Lebensmittel. Sie verspricht längere Haltbarkeit, weniger Fäulnis und einheitlichere Reifung der Früchte. Gesündere Lebensmittel sollen es durch zusätzliche Vitaminausschöpfungen werden. Es geht bei der grünen Biotechnologie also hauptsächlich um die Lebensmittel.
Bei der weißen Biotechnologie geht es hauptsächlich um die Nutzung der biologischen Systeme und Ressourcen für die Industrie. Die Waschmittelindustrie profitiert hier am meisten. In dem Waschpulver sind Enzyme, also Eiweißverbindungen vorhanden. In der Natur werden dadurch biochemische Prozesse angeregt. So kommt es, dass Waschmittel mit der Hilfe von Enzymen ihre Wirksamkeit schon bei niedrigen Temperaturen entfalten und viel Energie einsparen.
Weltweit werden knapp fünf Prozent von allen chemi
schen Stoffen biotechnisch hergestellt. Diese Branche ist momentan im Aufwind und wird als umweltfreundlich und risikoarm eingestuft. Das kommt daher, weil alle Abläufe, bei denen genetisch veränderte Mikroorganismen Verwendung finden, in verschlossenen Behältnissen stattfinden.
Es gibt jedoch auch Berührungspunkte der weißen mit der grünen Biotechnologie. Zurückzuführen ist dies auf das knapper werden des Erdöls als Rohstoff für die Kunststoffindustrie. Stärke und andere Pflanzenstoffe werden für die Herstellung von Papier und Klebstoff benötigt. Daher forscht nun BASF an der Kartoffelstärke, um sie dafür einsetzen zu können.
Die rote Biotechnologie beschäftigt sich mit der Herstellung von Arzneimitteln anhand biotechnischer Verfahren. Sie kann momentan die größten Erfolge erzielen. Schon im Jahr 2003 wurden in der Arzneimittelbranche auf diesem Gebiet circa 466 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Auch in Deutschland wird ein weiterer Aufwärtstrend vorausgesagt. Damit bieten sich beste Berufschancen für Biotechnologen aus dem Medizinbereich, sowie Menschen aus naturwissenschaftlichen und technischen Berufen.
Autorin: Anke Nitschke
Schlagworte: Lebensmitteltechnologie Industrie Waschpulver Enzyme biotechnisch Stoffe Biotechnologie Gentechnik Gefahr
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