 | Thema Kraftstoffe & Brennstoffe vom 18.01.2010 @ 17:04:10 CET
Astholz als alternativer Brennstoff
Jeder Garten- und Landschaftspfleger kennt die Unmengen an Baum- und Strauchschnitt, die in jedem Jahr anfallen. Als Abfallprodukt landen diese hauptsächlich in Kompostierwerken. Zum Beispiel ist man in Italien zu einer mechanischen Sammlung der abgeschnittenen Zweige und Äste übergegangen. Der Baumschnitt wurde dann zu Rundballen in Strohballengröße mit einer Presse gebunden.
Viele Jahre lang lagerten diese Baum- und Strauchschnittballen auf großen Halden und niemand wusste etwas damit anzufangen.
Nur gut, dass Robert Bloos, der Unternehmensgründer der Firma Heizomat, schon 1982 sich das Thema der Energieeinsparung annahm und eine Alternative zu den begrenzt zur Verfügung stehenden Rohstoffen suchte.
Um seinen eigenen Bedarf zu decken entwickelte er Maschinen, die die riesigen Mengen von abgeschnittenen Zweigen und Ästen häckselten. Anschließend fanden die Hackschnitzel in der Feuerungsanlage des Heizkessels Verwendung.
Weltweit wurden nun schon über zweiundzwanzigtausend Hackmaschinen und Feuerungsanlagen vermarktet. Dies spricht für eine gute Qualität und hoc
hwertige Technologie.
Die Hackmaschinen können komplette Rundballen zu Hackschnitzeln in hervorragender 1A-Qualität gewährleisten. Sie können sogar einen Stammdurchmesser von zirka 50 Zentimetern zerhacken. Eine mühelose Befüllung des Hackers lässt sich per Kran über einen weit geöffneten Einzugstisch und eine hydraulisch angetriebene Einzugsrolle, die einen Durchmesser von 80 Zentimetern aufweist, erreichen.
In Deutschland befindet sich seit 2006 ein vollautomatischer Spezialheizkessel mit Förderschnecke im Betrieb bei der Stiftung Naturschutz Lüneburger Heide. Das in der Lüneburger Heide anfallende Landschaftspflegeholz, das bei Durchforstungsmaßnahmen und Entkusselungsarbeiten anfällt, eignet sich besonders gut für die Befeuerung des Heizkessels. Das Landschaftspflegeholz wird nach dem Hackprozess in Containern gelagert. Diese Container kommen in eine Biogasanlage, wo die Hackschnitzel durch die anfallende Prozesswärme trocknen. Anschließend können sie dann im Heizkessel verfeuert werden.
Die Wartungskosten sind gering, so dass sich eine Amortisation dieser Anlage schon 2018 erzielen lassen könnte.
Autorin: Anke Nitschke
Schlagworte: Heizen mit Hackschnitzeln, Alternative Brennstoffe, Heizen mit Holz, Infos Hackschnitzel, moderne Hackmaschinen
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