Thema Heiztechnik & Heizungstechnik vom 08.12.2009 @ 16:57:56 CET
Viele Heizungen erwärmen die Umwelt
Viel Heizwärme geht immer noch verloren, weil die Häuser entweder nicht ausreichend gedämmt sind oder der Heizkessel überaltert ist. Die so genannten Wärmeverluste führen oftmals zu hohen Öl- und Gasrechnungen. Die Verluste in einem Einfamilienhaus (Baujahr vor 1995) sind meist bei der Heizung am größten.
Etwa 30 bis 35 Prozent der produzierten Wärme wird entweder ungenutzt als Abgasverlust durch den Schornstein geblasen oder im Keller durch so genannte Abstrahlung des sch
lecht gedämmten Kessels verschwendet.
Warme Kellerräume sind ein Indiz für ein unzureichend gedämmtes Heizgerät. Zusätzlich lassen ungedämmte Außenwände etwa 20 bis 25 Prozent der Wärme durch das Mauerwerk entweichen. Die gleichen Wärmeverluste weisen auch typische Fenster aus den Baujahren vor 1995 auf. Ein ungedämmtes Dach verliert 15 bis 20 Prozent der Wärme an die Umwelt, im Boden verschwinden 5 bis 10 Prozent. Hinzu kommt die Lüftung: Sie beansprucht 10 bis 20 Prozent an allen Wärmeverlusten.
Angesichts der vielen Wärmeverluste im Haus sollten Eigentümer die energetischen Schwachstellen Zug um Zug beseitigen. Durch bessere Fenster, ein gedämmtes Dach oder insbesondere eine neue, sparsamere Heizung mit beispielsweise Gas-Brennwerttechnik lassen sich Energiesparpotenziale heben. Diese nutzt die Wärme im Abgas zur Beheizung der Heizungswassers. Es lassen sich aber auch ohne Geldeinsatz Einsparungen erzielen, beispielsweise indem Kipplüftung vermieden wird oder indem Heizkörper nicht mit Möbeln zugestellt werden.