Thema Fahrzeuge & Mobilität vom 11.09.2009 @ 09:27:11 CEST
Deutsche Bahn baut Eco Rail Center
Die Deutsche Bahn AG hat am 10. August 2009 eine Auftaktveranstaltung zur Errichtung ihres neuen DB Eco Rail Centers abgehalten. Das neue Kompetenzzentrum, das nach DB-Angaben „eines der modernsten der Welt für Bahntechnologie“ sein wird, soll am Traditionsstandort der Bahn in Brandenburg-Kirchmöser entstehen und ist ein Gemeinschaftsprojekt von Industrie und öffentlicher Hand. Eines der ersten Forschungsobjekte soll die New Energy Train sein, die auch mit Hilfe von Solarenergie und Wasserstoff betrieben wird...
Den Startschuss für das DB Eco Rail Center gab Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier, der auch die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen hat. Er sagte während der Auftaktveranstaltung: „Das Bahnforschungszentrum in Brandenburg an der Havel ist ein Zukunftsprojekt für die ganze Region. Ich will, dass Deutschland zum Ausrüster der Welt für umweltschonende Produkte wird.“ Dr. Rüdiger Grube, der DB-Vorstandsvorsitzende, fügte hinzu: „Langfristiges Ziel ist es, auf nichtelektrifizierten Bahnstrecken einen emissionsfreien Schienenverkehr zu fahren und insgesamt die umweltfreundlichste Transportkette anbieten zu können. Wir werden energieeffiziente und innovative Technologien hier in Kirchmöser einsatzfähig machen. Hier können die Industriepartner gemeinsam entwickeln, Komponenten aus ihren Labors holen und auf die Schiene setzen.“
Grußwort des Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Bahn AG Rüdiger Grube
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Quelle: DB AG
Grube sagte weiterhin: „Hier in Kirchmöser wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern neue innovative Technologien wie zum Beispiel Speichertechnologie, Lithium-Ionen-Technologie etc. entwickeln und alternative Energien - sei es die Solarkraft, die Windkraft oder auch der Wasserstoff - für den Einsatz im System Bahn voranbringen.“ Einen entscheidenden Teil soll dazu die New Energy Train beitragen. Bei diesem neuen Antriebskonzept geht es um eine Kombination unterschiedlicher Technologien. Die großen, konventionellen Dieselaggregate sollen ersetzt werden durch kompakte Einheiten aus Pkw-Motoren und Generatoren. Unterstützt werden sollen diese durch emissionsfreie Brennstoffzellen, die gleichzeitig das Bordnetz mit Strom versorgen. Austauschbare im Wagonunterboden installierte Kraftstoffkanister sollen eine aufwändige Infrastruktur überflüssig mach
en. Zusätzliche Energie kommt von auf dem Dach installierten Photovoltaikanlagen. Auch die Bremsenergie wird genutzt, in Strom umgewandelt und in den Lithium-Ionen-Akkus zwischengespeichert, damit sie zum Beispiel zum Anfragen genutzt werden kann.
Initiator dieser neuen Forschungseinrichtung ist ein Firmenkonsortium bestehend aus der Deutschen Bahn, neun Industriekonzernen sowie zwei Forschungseinrichtungen. Unterstützung erhalten diese sowohl vom Land als auch von der Stadt Brandenburg, die sich eindeutig zum Ausbau der Infrastruktur am Standort Kirchmöser bekannten. In den vergangenen Jahren wurden bereits rund 90 Mio. Euro von Seiten der EU sowie des Landes in dessen Revitalisierung investiert. Zurückzuführen ist dieses Vorhaben auf den ehemaligen DB-Chef Hartmut Mehdorn, der im vergangenen Jahr zu Besuch in Kirchmöser war, wobei die Idee eines Forschungszentrums geboren wurde.
Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee wies darauf hin, dass „die Bahn eines der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel ist“ und begrüßte die Initiative, „innovative Antriebstechnologien mit minimalen Emissionen auf die Schiene bringen“ zu wollen.
Autor: Sven Geitmann
Schlagworte: moderne Bahntechnologie, alternative Energien, neue Energien, System Bahn, System Schiene, alternative Bahntechnologie, Erneuerbare Energien für die Bahn, Deutsche Alternative, Center für Technologien
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