Thema Erneuerbare Energie vom 09.09.2009 @ 15:50:19 CEST
Neues Institut für Umweltforschung in Tübingen
Anfang des 21. Jahrhunderts gilt es mehr denn je die unterschiedlichen Auswirkungen auf die Umwelt konkret zu erforschen und darzustellen. Die damit einhergehenden Probleme unter spezifischen Gesichtspunkten zu erkennen und Maßnahmen zu entwickeln, wie man diese vermeiden oder vermindern kann, ist Aufgabe von Instituten für Umweltforschung.
Ein solches Institut wird in Zusammenarbeit von den Universitäten Tübingen und Stuttgart, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, kurz UFZ, und der Uni in Hohenheim errichtet. Unter dem Namen Forschungsinstitut Water & Earth System Science, kurz WESS, soll das neue Institut in Tübingen entstehen.
Das Vorhaben wird jeweils hälftig von der Helmholtz-Gemeinschaft und dem UFZ, sowie vom Land Baden-Württemberg finanziert. Innerhalb der nächsten vier Jahre stehen 6,6 Millionen Euro zur Verfügung. Um die Umweltprobleme zu lösen, soll im WESS Grundlagenforschung betrieben werden. Diese so
ll sich vor allem auch fachübergreifend gestalten. Ein weiteres Ziel des neuen Instituts ist es, bundesweites Kompetenzzentrum zu werden und zu den vorhandenen Umweltproblemen eine Beratung anzubieten.
Ebenfalls sehen die Unis den Zusammenschluss sehr positiv. Durch die Zusammenarbeit mit einem Forschungsinstitut, welches nicht zu den Unis gehört, werde die Bekanntschaft und Akzeptanz der beteiligten Unis auch im internationalen Vergleich deutlich steigen. Unter anderem soll das ZAG, das Zentrum für Angewandte Geowissenschaften der Tübinger Universität im neuen Projekt mit arbeiten. Das ZAG gehört zu den führenden Zentren im Bereich der Wasserforschung. Insbesondere auf Geochemie, Hydrogeologie und Schadstoffforschung konnte sich das ZAG einen guten Ruf erarbeiten.
Aus Stuttgart kommen die Kenntnisse der Wasserforschung, insbesondere der Strömungssimulation, dem Projekt zugute. Ebenfalls werden Grundwasser und Boden genauer untersucht, so dass hier deutliche Verbesserungen in der Forschung erreicht werden können. Die gesellschaftlichen Folgen der Veränderungen der Umwelt in der Landwirtschaft stellen einen weiteren wichtigen Forschungsbestandteil der Unis dar.
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