Thema Erneuerbare Energie vom 31.08.2009 @ 16:28:58 CEST
Klimaschutz im Kloster
Keineswegs nur ein „weltliches“ Thema: Moderne Energien gehen uns alle an! Innovative Techniken machen auch vor 1000 Jahre alten Klostermauern nicht halt. So scheint es jedenfalls.
Ein überzeugendes „Kloster-Projekt“ nimmt eine Vorreiterrolle in Sachen „Umweltschutz“ ein. Und zwar allein durch die Gewinnung erneuerbarer Energien unter Zuhilfenahme einfachster Methoden. Die beiden „magischen Worte“ lauten „Chinaschilf“ und „Hackschnitzel"
Soviel Weitblick beeindruckt in der Tat! Die Mönche des alten, beschaulichen Zisterzienser-Klosters Himmerod in Rheinland-Pfalz machen aktuell durch die Teilnahme an einem zukunftsorientierten Projekt von sich Reden. Allein durch die effiziente Nutzung von Hackschnitzeln und Chinaschilf kann dort mehr Energie gewonnen werden als verbraucht wird. Der Clou dabei: das verwendete Chinaschilf und die Hackschnitzel stammen aus klostereigener Herstellung. Die Message der 13 Zisterzienser-Mönche ist in jedem Fall klar und eindeutig: Selbst mit minimalem Aufwand kann es möglich sein, etwas nachhaltig zu bewegen.
Im Rahmen des Projektes konnte bislang höchst erfolgreich unter Beweis gestellt werden, dass in der näheren Um
gebung genügend Potential vorhanden ist erneuerbare Energien zu gewinnen, die eine wirtschaftlich sinnvolle Stromversorgung durchaus ermöglichen.
In aussagekräftigen Zahlen ausgedrückt bedeutet es, dass der Eigenanbau von Chinaschilf sowie die kontinuierliche Nutzung solarthermischer Energien ein wahrlich beeindruckendes Einsparpotential bieten. Denn im Kloster können somit Jahr für Jahr 150.000 Heizöl eingespart und der Wärmebedarf dennoch zu 100 Prozent abgedeckt werden. Aber nicht nur das: dank Wasserkraft und Photovoltaik sind die Mönche sogar in der Lage, andere Abnehmer mit dem „Öko“-Strom zu versorgen.
Auf einer Fläche von rund 25 Hektar wird das Chinaschilf angepflanzt. Dieses Areal nimmt nurmehr einen Bruchteil des gesamten, dem Kloster zugehörigen Ackerlandes in Anspruch. Ähnlich verhält es sich auch mit den für die Energieproduktion benötigten Holzhackschnitzeln. Der Klosterwald liefert den erforderlichen „Rohstoff“ und ermöglicht dadurch eine jährliche Verringerung des CO²-Verbrauchs von mehr als 750 Tonnen. Bleibt zu hoffen, dass sich in Zukunft noch mehr solcher Einrichtungen für diese außergewöhnliche Art der Energieversorgung begeistern werden.
Schlagworte: Klimaschutz, Umweltschutz, Infos Chinaschilf, Infos Hackschnitzel, neue Energien, alternative Energien, Energieproduktion im Kloster
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