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Thema Energiewirtschaft & Politik vom 27.08.2009 @ 17:35:09 CEST


Die IEA warnt vor akuter Ölknappheit


Aktuelle energiepolitik News Die Internationale Energieagentur, kurz IEA, hat eine Warnung herausgegeben: Die Ölknappheit steht kurz bevor. So wird es laut der IEA nicht mehr lange dauern, bis der Rohstoff Erdöl nicht mehr oder nur noch in sehr geringen Mengen vorhanden sei.

Damit würde jedoch ein starker Druck auf Gesellschaft, Wirtschaft und Politik lasten, dessen Ausgang niemand vorhersehen könne.

Der Chefökonom der IEA, Dr. Fatih Birol prognostiziert noch dunklere Werte. So müsste die Fläche Saudi Arabiens mit dessen Ölvorkommen in vierfacher Menge vorhanden sein, um eine Nachfrage nach Öl bis 2030 abzusichern. Allerdings gilt dies nur, wenn die Nachfrage auf dem aktuellen Niveau bleibt. Wer jedoch etwas weiter denkt, dem wird schnell klar, dass die Nachfrage steigen wird, denn auch in den Entwicklungsländern wird zunehmend mehr Öl benötigt. Insofern sind mindestens die sechsfachen Meng en des Öls aus Saudi Arabien nötig, um den erwarteten Absatz bis 2030 gewährleisten zu können.

Birol gibt ebenfalls zu bedenken, dass die Regierungen und auch die Bürger der meisten Nationen diese akute Lage auf dem Weltmarkt für Öl heute noch nicht so sehen. Denn viele Nationen verschließen einfach die Augen vor der aktuellen Notlage. Deshalb sei es unverantwortlich, einfach so weiter zu machen, wie bisher. Es müsse schnellstens gehandelt werden, so Birol. Derzeit gehen die Nationen davon aus, dass das Versiegen der Ölquellen noch in ferner Zukunft liegt. Durch stetig steigende Nachfragesituationen am Markt wird sich diese Annahme jedoch nicht bestätigen, sondern eher ins Gegenteil umkehren. Deshalb sollten die Probleme gesehen und nach Lösungen gesucht werden.

Bei der Suche nach Lösungen sind jedoch zwei besonders wichtige Punkte genau zu beachten. So müssen einerseits die CO2-Ausstöße möglichst gering gehalten werden, um die Umwelt nicht noch weiter zu belasten. Andererseits muss die Energieversorgung für die Zukunft bezahlbar bleiben. Sie muss zudem äußerst verlässlich sein, so dass es höchste Zeit wird, alternative Energien deutlich verstärkt auszubauen.

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