 | Thema Windenergie vom 01.07.2009 @ 17:19:55 CEST
Schwimmende Windenergieanlage
Viel „Wind“ um die erste schwimmende Windenergie-Anlage. „Windige“ Verbindungen zwischen Deutschland und Norwegen? In der Tat. Und zwar im positivsten Sinne. Denn die Zusammenarbeit von Siemens mit dem norwegischen Unternehmen „StatoilHydro“ verlief in der Vergangenheit ganz offenbar äußerst fruchtbar – vor allem im Hinblick auf eine umweltfreundliche Stromgewinnung.
Das innovative Unternehmen lieferte mit seiner Neuentwicklung „Hywind“ ein überaus zukunftsweisendes Projekt. Siemens stellte für das gigantische Vorhaben einen 82 Meter umfassenden Rotordurchmesser mit einem Leistungspotential von sage und schreibe 2,3 MW zur Verfügung.
Ein Projekt, das im Hinblick auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit seinesgleichen sucht. Die Installationsarbeiten im südöstlichen Bereich der norwegischen Insel Karmoy sind nunmehr abgeschlossen und die erste schwimmende Windenergieanlage wurde erfolgreich installiert. Übrigens bis dato ein weltweit einzigartiges Konzept! Die Wassertiefe, in der sich der Koloss befindet, beträgt rund 220 Meter. In den kommenden beiden Jahren wird sich zeigen, wozu die Multimegawatt-Anlage tatsächlich in der Lage ist: Im Juli wird sie an das Stromnetz angeschlossen, woraufhin detaillierte Analysearbeiten im Testbetrieb star
ten und der erste Ökostrom aus der schwimmenden Windkraftanlage erzeugt werden kann.
Überhaupt stellt „Hywind“ eine revolutionäre Errungenschaft im Bereich der Offshore-Windenergie dar. Im Gegensatz zu den „klassischen“ Offshore-Anlagen, die fest mit dem Meeresboden verbunden sind, lässt sich die schwimmende Anlage in Wassertiefen zwischen 120 und 700 Metern einbringen und bietet dadurch noch mehr Möglichkeiten.
Die moderne Anlagentechnologie trägt zudem in hohem Maße dazu bei, ein immenses Kostenpotential einsparen zu können. Die finanziellen Aufwendungen für fest installierte Offshore-Anlagen sind zum Teil erheblich, und zwar bereits in Tiefen von 30 bis 50 Metern. Zugleich ist auch die Nutzbarkeit dieser Windkraftanlagen bis zu einem gewissen Grad begrenzt. Demnach war es bislang nur schwerlich möglich, Offshore-Windenergie auch in Regionen mit einer geringen Anzahl an Flachwasserbereichen einzusetzen.
„Hywind“ hingegen ist weitestgehend unabhängig und dementsprechend sehr flexibel einsetzbar. Dies bestätigt auch der technologische Leiter Henrik Stiesdal „Wind Power Business Unit“ aus dem Hause Siemens. Internationales „Teamwork“ macht’s möglich.
Schlagworte: Innovation, neue Technologien, moderne Windenergieanlagen, Offshore-Windpark, Offshore-Windenergie
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