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Thema Bauen & Wohnen, Technik, Sonstiges vom 24.06.2009 @ 18:02:03 CEST


Wie gut sind Strommesser wirklich?


Aktuelle Sonstiges News Strommessen – leicht gemacht? Fehlanzeige! Erschreckende Erkenntnisse der Stiftung Warentest. In ihrer aktuellen Magazinausgabe „test“ wurde im Zusammenhang mit der Auswertung von Strommessgeräten lediglich bei einem Gerät die Gesamtnote „gut“ vergeben. „Sieger“ war das Messgerät „Voltcraft“ aus dem Hause „Conrad“.

Grundsätzlich ein löbliches Anliegen, mit Strommessern aktiv zum Stromsparen beizutragen. Schließlich sind am Markt immer mehr Elektrogeräte mit integrierter Standby-Technologie erhältlich, und auch die derzeitigen Strompreise sind in der Tat nicht gerade erfreulich. Strommesser sollen Schwachstellen aufspüren und so dabei helfen, sinnlosen Energieverbrauch zu vermeiden.

Was aber, wenn sich herausstellt, dass ein Großteil der Messgeräte unsicher oder gar ungenau arbeitet? Generell war der Aspekt der ungenauen Messmethode einer der Hauptgründe für das schlechte Abschneiden von No-Energy, Aldi oder Westfalia. Auch, dass die meisten Messgeräte bei der Ermittlung des Standby-Verbrauches – also dem wohl entscheidendsten Wert – zum Teil kläglich versagten, trug nicht unbedingt zur Verbesserung des Gesamteindruckes bei. Ganz im Gegenteil.

Einige Strommesser zeigten im Test selbst bei minimalen Verbrauchswerten von weniger als drei Watt nicht selten unverhältnismäßig hohe Werte an. Aus diesem Grund konnte häufig lediglich ein „befriedigender“ bzw. ein „ausreich

ender“ Bewertungsdurchschnitt erzielt werden. Darüber hinaus wurde nach Ansicht der Fachleute nicht einmal die Blindleistung der Geräte bei den Messungen miteinbezogen.

Bei der Blindleistung handelt es sich um Energie, welche zum Aufbau der für den Betrieb erforderlichen Magnetfelder in die Apparatur einfließt, also nicht im klassischen Sinne „verbraucht“ wird. Vielmehr fließt dieser Strom zurück in das Versorgungsnetz. Eine Inrechnungstellung eines Verbrauches ist folglich nicht gerechtfertigt.

Als wären diese Testresultate der Stiftung Warentest nicht schon alarmierend genug, waren auch im Hinblick auf die Handhabung der Strommesser akute Mängel zu verzeichnen. Erhebliche Fehlfunktionen bei der Bedienung und nicht vorhandene Speichermöglichkeiten waren diesbezüglich ebenso zu nennen, wie die Tatsache, dass eine Gerätenutzung ohne die Zuhilfenahme einer Bedienungsanleitung nicht immer möglich war.

Eine hilfreiche Alternative sind Leihgeräte, die bei privaten Energieversorgern oder auch bei den lokalen Stadtwerken kostengünstig zu beziehen sind. Diese Messgeräte sind geeicht und daher in der Regel sehr genau bei der Durchführung von Strommessungen.


Schlagworte:
Infos Strommessen, Strommessgeräte, Strom sparen, Strommesser Test, Standby Betrieb, Standby-Verbrauch, Stromverbrauch, Energieverbrauch

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