 | Thema Energiewirtschaft & Politik vom 29.05.2009 @ 13:45:01 CEST
Schutzwall gegen Klimawandel
Risiken für Mensch und Umwelt müssen drastisch eingedämmt werden – Aktionsplan zum Klimawandel soll bis 2011 stehen. Zunächst noch hagelte es Proteste gegen Sigmar Gabriel aufgrund seiner umstrittenen Kohle-Politik, nun wendete sich offenbar das Blatt. Der Bundesumweltminister plant die Zusammenarbeit mit Ländern und Gemeinden sowie mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft für die Durchsetzung einer effektiven Strategie zur Verbesserung des Klimawandels.
Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe DUH nahm Bundesumweltminister Gabriel eine Unterschriftenliste zur Verhinderung einer Kohleanlagen-Neuerrichtung nicht an, die ihm kürzlich von engagierten Umwelt-Aktivisten überreicht wurde. Aktuell hingegen überzeugt er allerdings durch eine überaus weitsichtige Umweltpolitik. So soll die Bevölkerung bereits in naher Zukunft aktiv vor den zum Teil gravierenden Auswirkungen des Klimawandels geschützt werden. Hierzu gehören beispielsweise hohe Ernteverluste, gesundheitliche Risiken, Wetterextreme oder Hochwasser etc. Die Ausarbeitung eines entsprechenden Aktionsplanes sei somit dringend erforderlich, welcher spätestens in zwei Jahren durch die kommende Bundesregierung durchgesetzt werden soll.
Ganz im Gegensatz zum Klimaschutz, der bekanntlich vorbeugende Maßnahmen zur Reduzierung der umweltschädlichen Treibhausgase aufzeigt, heißt es beim Klimawandel die bereits aufgetretenen F
olgeerscheinungen der globalen Erderwärmung (Fachleute gehen von einem Temperaturanstieg um bis zu 3,5° Grad aus) zu bekämpfen. Einige der damit einhergehenden Auswirkungen sind vor allem der Anstieg des Meeresspiegels um etwa 0,3 Meter, die steigende Waldbrandgefahr, insbesondere im ostdeutschen Raum. Darüber hinaus sind auch die verfrühte Rückkehr der Zugvögel aus den südlichen Ländern oder die steigende Unfall- und Lawinengefahr in unseren Schneegebieten eine beängstigende Folgeerscheinung des Klimawandels. Gegenmaßnahmen wie verbesserte Hochwasserschutz-Maßnahmen, ein durchdachtes Wassermanagement, Sicherheitsvorkehrungen gegen drohende Hitzewellen oder der Einsatz widerstandsfähiger Saatgut-Variationen müssten demnach in Erwägung gezogen werden.
Trotz aller Negativerscheinungen habe der Klimawandel – zumindest nach Ansicht von Sigmar Gabriel – sicherlich auch seine guten Seiten. Nennenswert sind diesbezüglich der gestiegene, jährliche Getreideertrag, höhere Gewinne in der Tourismusbranche, die Möglichkeit, hierzulande selbst südliche Weine anzubauen, die Chance auf eine entsprechende Verbesserung des Arbeitsmarktes sowie die allgemeinen positiven Wachstumsprognosen.
Schlagworte: Klimawandel, Klimasschutz, Infos CO², Auswirkungen Klimawandel, Politik und Klima, Klimapolitik
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