 | Thema Energiewirtschaft & Politik vom 27.05.2009 @ 13:52:11 CEST
politische Vereinigung gegen Windräder
Zu nah am Geschehen? Schutzbestimmungen für den Bau von Windkraftanlagen gefordert. Die „Volksinitiative gegen die Massenbebauung Brandenburgs mit Windenergieanlagen“ wehrt sich. Und will ihre Ziele mit viel Eigeninitiative selbst bei der bevorstehenden Landtagswahl erfolgreich vertreten.
Die Vorbereitungen hierzu sind bereits in vollem Gange. Nachdem mehr als 27.000 Unterschriften gesammelt und im vergangenen April an den regierenden Landtagspräsidenten der SPD Gunter Fritsch überreicht wurden, rief die „Volksinitiative gegen die Massenbebauung Brandenburgs mit Windenergieanlagen“ kürzlich offiziell eine politische Vereinigung ins Leben. Ihr erklärtes Ziel ist es, verbesserte Schutzbestimmungen im Hinblick auf die Errichtung neuer Windkraftanlagen zu erreichen. Im Zuge dessen soll nach Meinung der Volksinitiative unter anderem ein Mindestabstand von 1.500 Metern zwischen bereits bestehenden Wohnsiedlungen und den Windkraftanlagen durchgesetzt werden.
Überhaupt geht es derzeit in Königs Wusterhausen recht „stürmisch“ zu. So wurde vor wenigen Tagen von Seiten der CDU und SPD ein Mindestabstand von lediglich einem Kilometer vorgeschlagen. Nach Meinung des Infrastrukturministers Reinhold Dellmann
würde eine noch größere Entfernung über kurz oder lang sogar den Neubau von Windkraftanlagen in der nur sehr spärlich bewohnten Uckermark erschweren.
Thomas Jacob, Sprecher der „Volksinitiative gegen die Massenbebauung Brandenburgs mit Windenergieanlagen“ fühlt sich aus diesem Grund „nicht ernst genommen“, denn der Antrag der Koalitionsfraktionen „setze nurmehr die aktuellen Gegebenheiten fort und ändere daher nichts.“ Der nächste Schritt müsse deshalb sein, am 27. September zur Landtagswahl anzutreten. Es könne schließlich nicht sein, dass 27.000 Unterschriften nichts bewirkt hätten, so Jacob. Die Landesregierung hält allerdings dagegen: Der Anteil der neuen Energien am so genannten Primärenergieverbrauch von bisher rund sechs Prozent soll künftig auf etwa 20 Prozent aufgestockt werden. Aus diesem Grund ist der Neubau von Windrädern, Solar- und Biomasseanlagen unausweichlich. Dementsprechend muss die Ausdehnung von Windeignungsflächen auf über zwei Prozent der gesamten Landesfläche in Kauf genommen werden. Das würde in etwa einer Fläche von 555m² entsprechen, die schon bald mit Windkraftanlagen bebaut werden kann. Dieses Ziel soll bis zum Jahre 2020 durchgesetzt werden.
Schlagworte: Infos Windräder, Infos Windpark, Erneuerbare Energien Förderung, gesetzliche Vorschriften Windrad, Windrad Kritik, Streit um Windräder, Bebauung mit Windrad
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