Thema Photovoltaik (Solarstrom) vom 02.07.2002 @ 10:13:58 CEST
Gute Chancen für die Solarenergie im zweiten Halbjahr 2002
Im zweiten Halbjahr erwartet die Solarbranche wieder steigende Umsätze. Nach einem Absatzrückgang zwischen 20% und 30% im ersten Halbjahr wird die Nachfrage nach Solaranlagen nach Ansicht des Branchenverbandes DFS im zweiten Halbjahr wieder deutlich anziehen. Diese Einschätzung wird untermauert durch den Erfolg der Intersolar, der größten Solarfachmesse Europas, die vom 28. bis 30. Juni in Freiburg stattfand. Im Mittelpunkt standen hocheffiziente Solaranlagen, die sich attraktiv ins Hausdach einfügen. Der DFS sieht seine Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre durch das konstant hohe Interesse des deutschen Fachpublikums und steigenden Besucherzahlen aus dem Ausland bestätigt...
In seiner Eröffnungsrede hatte Umweltminister Trittin die großen Erfolge bei der Markteinführung von Solarwärme- und Solarstromanlagen in Deutschland hervorgehoben. Der Absatz von Solarstromanlagen hat sich innerhalb von 2 Jahren versechsfacht, der Absatz von Solarwärmeanlagen verdoppelt. Durch die gestiegene Nachfrage sind neue Produktionsstätten in Deutschland aufgebaut und insgesamt 16.000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Die Bundesregierung hat hierzu einen wesentlichen Beitrag geleistet und wird nach Ankündigung von Minister Trittin diese Solarpolitik fortsetzen. Vor Kurzem wurden die Finanzmittel für die Solarwärmeförderung im Jahr 2003 vom Bundeskabinett erhöht und die Vergütungsregelung für Solarstromanlagen verlängert. Insgesamt können jetzt Solarstrommodule mit einer Leistung von 1.000 Megawatt (MW) installiert sind. Dies gibt der Solarbranche eine hervorragende Wachstumsperspektive, denn bis Ende 2001 waren erst 180 MW am Netz.
"Die Hausbesitzer können sicher sein, dass in diesem Jahr alle Anträge auf einen Zuschuss für eine Solarwärmeanlage bewilligt werden", so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des DFS. Etwa 500 Euro gibt es für eine kleine, etwa 1.500 Euro für eine große Solarwärmeanlage. Die Beantragung ist einfach und innerhalb weniger Wochen liegt der Bescheid vor.
Wer heute eine Solarstromanlage installieren lässt, fährt trotz Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom um 5% seit 1. Januar diesen Jahres noch besser als die Investoren im vergangenen Jahr. Denn noch stärker haben die Anlagenpreise nachgegeben, nämlich zwischen 5% und 10%. "Jetzt sind die Preise allerdings ausgereizt, abwarten lohnt sich nicht mehr", ist Olaf Fleck, 1. Vorsitzender des DFS überzeugt. "Wir raten jedem, möglichst bald zu investieren, denn die Firmen sind kurzfristig lieferfähig und im Sommerhalbjahr kann noch viel Solarstrom geerntet werden". Zusätzlich weist der DFS darauf hin, dass Neuanlagen, die im nächsten Jahr installiert werden, nach Gesetz wiederum 5% weniger Einspeisevergütung erhalten. Derzeit erhält der Anlagenbetreiber pro Kilowattstunde Solarstrom stolze 48,1 Cent überwiesen und kann damit seine Solarstromanlage praktisch vollständig finanzieren.
Informationsbroschüren zu Solarwärme- und Solarstromanlagen sind kostenlos erhältlich beim Deutschen Fachverband Solarenergie, DFS, Tel. 0761 296 20 90 oder unter www.solarenergie-nutzen.de.
 Redaktion
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