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 | Thema Ökostrom vom 02.07.2002 @ 10:13:31 CEST
NaturEnergie-Mütter jetzt ohne Kernkraft
Die beiden Mütter der NaturEnergie AG sind ab sofort frei von Atom-kraftwerksbeteiligungen: Zum 30. Juni veräußerte das Kraftwerk Laufenburg (KWL), 50-Prozent-Gesellschafter des Grünstromers, seinen 7,5-Prozent-Anteil am Kernkraftwerk Leibstadt...
Schon zum 30. September 1999 hatten sich die Kraftübertragungswerke Rheinfelden (KWR), der zweite Gesellschafter der NaturEnergie AG, von einer 5-Prozent-Beteiligung am Schweizer Kernkraftwerk Leibstadt getrennt und zum 31. Januar 2000 ihren 3-prozentigen Anteil am Kernkraftwerk Obrigheim abgegeben.
Die Gründungsgesellschafter der NaturEnergie AG setzen damit bei der Stromproduktion ausschließlich
auf rein regenerative Energiequellen: "Unsere Politik und die unserer Gesellschafter steht für eine konsequent angestrebte und wirtschaftlich mögliche Energiewende. Die Konzentration unserer Mütter auf die Wasserkraft ist ein Erfolg der Marke NaturEnergie", sagte Andreas Fußer, Vorstand der NaturEnergie AG zur Entscheidung der Eigner. "Kein anderes Energieversorgungsunternehmen (EVU) in Deutschland hat bisher einen ähnlichen Schritt getan. Der Auftritt des bundesweit agierenden Grünstromhändlers NaturEnergie wird dadurch einfacher", so Vorstand Andreas Fußer.
Als Käuferin des 7,5-Prozent-Anteils an Leibstadt tritt die Schweizer Watt AG auf. Bei dem Verkauf sind für KWL zusätzliche Kosten entstanden, da im Atomkraftwerk Leibstadt Strom oberhalb der derzeitigen Beschaffungspreise für Energieversorger produziert wird. Der Abschied von der eigenen Kernenergieproduktion der beiden Mütter war daher nicht kostenneutral, sondern erfolgte mit negativem Verkaufspreis.
Die NaturEnergie AG ist mit 165.000 Kunden derzeit das marktführende Unternehmen bei den reinen Grünstrom-Anbietern. Sie ist seit 1998 am Markt tätig und vertreibt seit Januar 2000 bundesweit die Produkte NaturEnergie Silber und NaturEnergie Gold. "Mit der Entscheidung für NaturEnergie kann der Verbraucher heute schon seinen persönlichen Ausstieg aus der Atomenergie vollziehen", erklärte NaturEnergie-Vorstand Fußer. Derzeit ist die Abschaltung des letzten deutschen Atomkraftwerks nicht vor 2020 geplant.
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