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 | Thema Erneuerbare Energie vom 13.03.2009 @ 13:43:47 CET
Polarforschungsstation „Princess Elisabeth“ in der Antarktis
Ein wohl beispielhaftes Meisterwerk im Bereich erneuerbarer Energien ist den Erbauern der Prinzessin-Elisabeth-Station gelungen. Diese belgische Polarforschungsstation wurde während des internationalen Polarjahres 2007 bis 2008 im Königin-Maud-Land errichtet und im Jahr 2009 eingeweiht. Die Station wird nur aus alternativen Energien versorgt. Solar- und Windkraft sind hier die Energiegewinner. Die Station ist somit die erste energieautarke Null-Emissions-Station in der Antarktis, die zudem auch noch gut aussieht.
Die Finanzierung des Projektes
Um überhaupt ein Projekt in dieser Größenordnung bauen zu können, bedarf es einer langen und gut überlegten Planung. Doch das größte Problem war die Finanzierung. Dieses Bauwerk kostete 6,4 Millionen Euro. Hierzu wurden zwei Millionen von der belgischen Regierung bezuschusst und die restlichen 4,4 Millionen wurden von Spendengeldern und Investoren übernommen.
Da das alte Forschungsgebäude schon lange nicht mehr verwendet wurde, wurde eine neue Station gebaut, die dringend
fertig gestellt werden musste. Die belgische Regierung stellte für das Jahr 2008 und zugleich auch für das Jahr 2009 drei Millionen Euro für weitere Forschungsprojekte bereit. Fördergelder gab es zusätzlich noch in Höhe von sechs Millionen Euro, die es für den Zeitraum 2006 bis 2010 gab.
Bau und architektonische Gestaltung der Forschungsstation
Das Gebäude ist aerodynamisch gestaltet und besteht zusätzlich zu achtzig Prozent aus Holz. Die Außenwände bestehen aus Brettsperrholz-Paneelen aus Fichtenholz. Zur Isolierung wurden vierzig Zentimeter dicke Schichten aus Schaumpolystyrol und Graphit verwendet.
Die Stromversorgung wird durch Solarzellen auf dem Dach und an den Wänden, sowie acht Windkrafträdern sichergestellt. Sollte aus irgendeinem Grund keine Energie gewonnen werden, steht für den Notfall ein Dieselgenerator zur Verfügung. Die Abstrahlung der Wärme von der Haustechnik und der Mitarbeiter wird wiedergewonnen. Auch drei Viertel des Abwassers wird aufbereitet und wieder verwendet.
Grundsätzlich soll die neue Station die nächsten 25 Jahre für die Forschung in der Antarktis zur Verfügung stehen. – Ein glanzvolles Beispiel der Zukunft!
Schlagworte: Forschung, Forschungsstation, Null Emissions Anlagen, Klimaschutz Forschung, Antarktisforschung
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