Thema Photovoltaik (Solarstrom) vom 13.06.2002 @ 08:31:33 CEST
Photovoltaik-Anträge rückläufig, Bewilligungen steigen
Nach den jetzt veröffentlichten Daten der KfW war im Mai die Photovoltaik-Nachfrage im Vergleich zum Vormonat rückläufig. Die Anträge gingen von 1.145 auf 1.096 zurück...
Im Vorjahr waren sie noch von 971 auf 1.487 gestiegen. Lag die beantragte Leistung im April mit 5,4 MWp noch deutlich über dem Vorjahreswert von 4,0 MWp, so ging sie im Mai auf 5,2 MWp zurück und lag deutlich unter dem Vorjahr mit 6,2 MWp.
Gestiegen sind dagegen die Bewilligungen, im Vorjahr hatte die KfW im April Kredite für 15,8 MWp, im Mai nur für 1,7 MWp zugesagt. In diesem Jahr waren es im April 3,9 MWp und im Mai 5,6 MWp. Damit wurden in den ersten 5 Monaten dieses Jahres 20,4 MWp bewilligt, nach 26,7 MWp im Vorjahr. 2001 war zu Jahresbeginn der Antragsstau aus 2000 abgearbeitet worden.
Die KfW-Daten bestätigen die Informationen aus den PV-Unternehmen, die in diesem Jahr bislang einen deutlich geringeren Absatz als im Vorjahr verzeichnen. Aus heutiger Sicht werden in diesem Jahr die Absatzwerte von 2001 nicht erreicht. Weiterhin ist wohl die allgemeine Kaufzurückhaltung der entscheidende Grund hierfür. Denn die Anlagenpreise haben im Schnitt bereits um 5% nachgegeben, um die die Einspeisevergütung und die maximalen Kredithöhen im 100.000 Dächer-Programm gesunken sind.
Die wichtigste Aufgabe der Branche ist jetzt, die Handwerker und die Kunden zu motivieren, jetzt zu investieren. Photovoltaik ist ein Stück Sicherheit in dieser unsicheren Zeit, 20 Jahre lang erhöhte Vergütung sind garantiert. Da die sehr positiven Basisdaten für die Erneuerbaren Energien und die Photovoltaik sich nicht verändert haben, geht der DFS davon aus, dass mit dem zurückkehrenden Käufervertrauen und einer steigenden Konsumbereitschaft auch die Nachfrage nach PV-Anlagen wieder deutlich ansteigt wird.
DFS-Meldung vom 10.6.2002
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 Redaktion
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