Thema Photovoltaik (Solarstrom) vom 27.11.2008 @ 09:19:48 CET
Entwicklung des kleinsten Solarenergiesystems der Welt erfolgreich abgeschlossen
Es ist in der Tat möglich: winzigste Solarzellensysteme lassen sich als komplettes Energieversorgungssystem für die Verwendung in Mini-Geräten nutzen. Jahrelange Forschungsarbeiten unter der Leitung von Xiaomei Jiang an der University of South Florida waren notwendig, um 20 Solarzellen zu einem so genannten Array zusammenzuschalten...
Ein echter Fortschritt in der Solarindustrie: die Größe einer einzelnen Solarzelle, die übrigens aus so genannten organischen Polymeren besteht, beträgt lediglich einen einzigen Quadratmillimeter. Übrigens wurde bereits in der ersten Ausgabe des renommierten Fachmagazins „Journal of Renewable and Substainable Energy“ ein Artikel über die Weltneuheit „Mini-Solarzelle“ veröffentlicht.
Die Neuentdeckung basiert unter anderem darauf, mikroskopisch kleine Sensoren aus Kohlenstoff kontinuierlich mit Energie versorgen zu können. Auch das für diese Zwecke verwendete polymere Material wird sich langfristig als weitaus vorteilhafter im Hinblick auf die Nutzung moderner Dachkollektoren erweisen, denn die bisherige Beschaffenheit aus leicht brechbarem Silizium bietet im Vergleich dazu wesentlich geringere Verwendungsmöglichkeiten. Erst recht, wenn es um die Kombination mit flexiblen Materialien in der Solarindustrie geht.
Nach Meinung des engagierten, amerikanischen Forschungsteams sei es in naher Zukunft sogar möglich, fast jede Oberfläche, die in gewisser Weise dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, mit d
iesen Polymeren zu benetzen. Dazu gehören unter anderem Autos, Uniformen – und natürlich Gebäude. Freilich genügt die bislang erzielte Spannung von 7,8 Volt bei Weitem nicht, um den Mikrosensor, für den diese Solarzelle eigentlich entwickelt werden sollte, zu betreiben. Allerdings plant Jiang bis spätestens zum Ende dieses Jahres eine Leistungsverbesserung auf mindestens 15 Volt. (Dies entspricht der Mindestspannung, um eine Inbetriebnahme des Sensors zu ermöglichen.)
Aber es gilt nicht nur dieses Ziel zu erreichen, sondern darüber hinaus wird seitens des Forschungsteams ebenfalls in Erwägung gezogen, die Größe der Solarzelle auf höchstens 0,01 Quadratmillimeter zu reduzieren. Dass aber eine derartige Zielsetzung zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch als „unerreichbar“ bezeichnet werden könnte, meint Uli Würfel, Wissenschaftler und Mitarbeiter am Freiburger Materialforschungszentrum.
Informationen zu Solarzellen finden Sie hier
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