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Thema Umwelt/ Energiesparen vom 15.05.2002 @ 09:25:26 CEST


Deutschland auf dem Weg zur Nachhaltigkeit


Aktuelle Umwelttechnik News Deutschland ist auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung gut vorangekommen: Das Statistische Bundesamt hat festgestellt, dass der Umweltverbrauch bei steigendem Wirtschaftswachstum gesunken ist. Insgesamt nimmt die Bundesrepublik im Umweltschutz nach wie vor einen Spitzenplatz ein...

Dies ist das Ergebnis der umweltoekonomischen Gesamtrechnungen. Konzeptionelle Grundlagen fuer diese Modellrechnungen liefert der wissenschaftliche Beirat Umweltoekonomische Gesamtrechnung auch in seinem juengsten Gutachten, das er heute in Berlin an Bundesumweltminister Juergen Trittin uebergeben hat. "Eine wirksame Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung kann nur mit verlaesslichen Informationen ueber die Wirtschafts- und Umweltentwicklung in Deutschland gelingen. Mit den Umweltoekonomischen Gesamtrechnungen ist erstmals ein Handwerkszeug geschaffen worden, dass wichtige Datengrundlagen liefert. Dazu hat der Beirat massgeblich beigetragen", sagte der Minister.

So stellte das Statistische Bundesamt in seinen umweltoekonomischen Gesamtrechnungen Ende 2001 fest, dass das Bruttoinlandsprodukt zwischen 1991 und 2000 preisbereinigt um rund 15 Prozent gestiegen ist. Gleichzeitig ging im gleichen Zeitraum der Verbrauc h an Umweltressourcen wie Energie, Rohstoffe (jeweils -2 Prozent) und Wasser (-11 Prozent) zurueck. Auch der Ausstoss an Kohlendioxid, Schwefel- und Stickoxiden wurde deutlich reduziert.

Allerdings erhoehte sich der Flaechenverbrauch um rund 8 Prozent und liegt gegenwaertig bei rund 129 Hektar pro Tag. "Der Trend zur zunehmenden Flaechenversiegelung muss umgekehrt werden. Deshalb haben wir uns in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie d as Ziel gesetzt, den Flaechenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen. Bund, Laender und Kommunen muessen dazu Strategien und geeignete Instrumente entwickeln. Die vorliegenden Ergebnisse der umweltoekonomischen Gesamtrechnungen zeigen aber, dass wir insgesamt die richtigen Weichenstellungen im Umwelt- und Klimaschutz vorgenommen haben", sagte Juergen Trittin.

Die Umweltoekonomischen Gesamtrechnungen (UGR) werden seit Ende der 80er Jahre beim Statistischen Bundesamt entwickelt und ausgebaut. Sie liefern u.a. bundesweite langfristige Trendbeschreibungen und Datenanalysen zum Natur- und Ressourcenverbrauch im Ve rhaeltnis zum Wirtschaftswachstum. Auch oekologisch wichtige Trends - etwa in der Veraenderung des Konsumverhaltens bzw. in der Wirtschaftsstruktur - lassen sich mit Hilfe der Daten erkennen.
Die 4. Stellungnahme des Beirats Umweltoekonomische Gesamtrechnungen wird in Kuerze im Internet unter www.bmu.de erhaeltlich sein. Ergebnisse der Umweltoekonomischen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes sind unter www.destatis.de zu finden.

Redaktion













     
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