Thema Geothermie/ Wärmepumpen vom 13.11.2008 @ 09:59:58 CET
Klima aus dem Erdboden
Ob Wärme oder Kälte, im Erdboden ist beides zu finden. Geothermik Spezialisten wie die Firma Thermion Technology GmbH entwickelten deshalb eine Art Klimaanlage, die aus dem Boden gespeist wird. Dabei handelt es sich nicht um eine Wärmepumpe im eigentlichen Sinne. Denn bei der neuartigen Entwicklung wird bei der Gewinnung von Wärme auch Kälte entstehen, und zwar als Abfallprodukt. Um dieses nutzen zu können, wird eine zusätzliche Sonde eingebaut, die die Kälte ebenfalls nutzbar machen kann...
Der Hersteller, die Thermion Technology GmbH mit ihrem Geschäftsführer Uwe Mehner, bestätigt, dass sich auf diese Art und Weise der Wirkungsgrad der Anlagen massiv erhöhen ließe. Dabei ist jedoch zu beachten, dass man die Anlage vorerst nur in Industrieunternehmen und größeren anderen Firmen nutzen könne.
Notwendig für die Installation sind zwei Tiefenbohrungen. In jeder Bohrung zirkulieren dabei zwei Sonden. Sobald sich Erdwärme entwickelt, nimmt ein flüssiges Kältemittel die Energie auf. Mittels Eigendruck wird diese wiederum zu einem Verdichter transportiert. Lässt man die Anlage auskühlen, kann man davon ausgehen, dass die Sonde abkühlt und über einen zusätzlichen Kreislauf kann dann die Kälte gewonnen und genutzt werden. Das Kältemittel stellt ein Gemisch aus Ammoniak dar. Allerdings sei dieses völlig ungefährlich, da es sich in einem geschlossenen Kreislauf befinde. Das zeigt deutlich auch das TÜV Zertifikat, welches die Anlage erhalten hat, ebenso wie die Erlaubnis, diese in Wasserschutzgebieten einsetzen zu können.
Ferner sei der Kostenaufwand zwar nicht gerade unerheblich, allerdings könne sich diese „Klimaanlage aus dem Erdboden“ laut Geschäftsführer Mehner bereits binnen sieb
en Jahren vollständig amortisieren.
Ebenfalls kann man diese Variante der Wärme- und Kältegewinnung auch an bestehenden Anlagen installieren, die mit Plattenheizkörpern arbeiten. Die Vorlauftemperatur beträgt hier 60 Grad, sodass es kein Problem geben dürfe. Mit der Anlage selbst kann Wärme erzeugt werden, die eine Leistung von 75 Kilowattstunden erreicht. Damit wird es möglich, bis zu zehn Häuser zu beheizen. Deshalb rechnet sich die Anlage in ihrer momentanen Ausführung auch ausschließlich für Gewerbe, aber nicht für private Haushalte. Die ersten Auftraggeber sind ein Autohaus und ein Hotel, sowie eine Produktionsanlage, die die entsprechende Wärme bzw. Kälte also in größeren Mengen benötigen.
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