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Thema Ökostrom vom 06.05.2002 @ 15:27:06 CEST


NaturEnergie AG: Kundenzahl, Stromabsatz und Umsatz legen zu


Aktuelle Ökostrom News Ein erfolgreiches Jahr 2001 hat die NaturEnergie AG, Grenzach-Wyhlen, hinter sich. Um rund 36 Prozent konnte der bundesweit tätige Marktführer bei Grünstrom seinen Umsatz auf knapp 21,4 Millionen Euro erhöhen...

Stuttgart, 6. Mai 2002. Der Stromabsatz stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2000 (1.10.1999 bis 30.9.2000) um 21,3 Prozent auf 756 Gigawattstunden. Die Anzahl der Bezieher von Strom der Marke NaturEnergie erhöhte sich um 14,2 Prozent auf 165.000. Plangemäß schloss das Jahr mit einem Verlust von 1,69 Millionen Euro ab. Dies resultiert aus erhöhten Aufwendungen für Werbung und Neukundengewinnung, die im Vergleichsjahr wegen der erschwerten Netzzugangsbedingungen noch zurückgefahren waren. Seit Juli 2001 ist die NaturEnergie AG Hauptsponsor des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg. Bereits im ersten Jahr des Engagements konnte das Unternehmen die Bekanntheit der Marke NaturEnergie im südbadischen Stammgebiet und bundesweit spürbar steigern. Das Engagement beim Sportclub Freiburg wird auch nach dessen Abstieg in der zweiten Liga mit dem Schwerpunkt Neukundengewinnung fortgesetzt.

Bei der Werbung von Interessenten und Privatkunden setzt die NaturEnergie auf zwei Vertriebswege. Bei der direkten Werbung von Kunden konzentriert sich das Unternehmen nach dem "Prinzip der konzentrischen Ringe" auf das Einzugsgebiet Baden-Württemberg. Nach dem Markenrelaunch wirbt das Unternehmen seit Ende des vergangenen Jahres mit einer Anzeigenkampagne in Tageszeitungen und mit Radiospots in Südwestdeutschland.
Als zweites Standbein setzt die NaturEnergie AG vor allem auf Kooperationen mit Partnern aus den Bereichen Gesundheit, Bauen und Umwelt. Dazu gehören beispielsweise der naturheilkundlich orientierte Versicherer Securvita, der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVHÄ), die Gesellschaft für ganzheitliche Zahn-medizin (GZM), aber auch die Phönix Sonnenwärme AG und die BUND Landes-verbände Berlin und Niedersachsen.

Ein Großteil der NaturEnergie-Kunden wird derzeit noch über Franchisepartner in deren Netzgebiet versorgt. Dies sind in erster Linie die Neckarwerke Stuttgart und das E-Werk Mittelbaden, sowie die Kraftübertragungswerke Rheinfelden (KWR) und das Kraftwerk Laufenburg (KWL). Letztere sind zugleich auch jeweils 50-Prozent-Gesellschafter der NaturEnergie AG.

Im Direktkundengeschäft haben sich im Jahr 2001 die Gewichte gegenüber den Vorjahren verschoben. Großkunden, also Unternehmen und Organisationen, gewinnen gegenüber privaten Haushalten an Bedeutung. Der Stromabsatz stieg deshalb auch überproportional zur Zahl der Neukunden an. Zu den Großkunden der NaturEnergie AG zählen qualitätsorientierte Unternehmen wie Gaba (Elmex und Aronal), Wala (Arzneimittel und Dr. Hauschka-Kosmetik), Vitra (Büro-möbel), Schneider (Schreibgeräte), Tchibo (Filialen in Ostdeutschland) und Ricosta (Kinder- und Jugendschuhe).

Neu eingeführt wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr das Produkt NaturEnergie 33, das zu einem Drittel aus Wasserkraft stammt und für Großverbraucher konzipiert wurde. Vertriebspartner für NaturEnergie 33 ist die Watt Deutschland GmbH. Den Grünstromanteil liefert ausschließlich die NaturEnergie AG, für den restlichen Systemstrom sorgt die Watt, die die Kunden auch energiewirtschaftlich betreut.

Seit vergangenem Jahr kann die NaturEnergie AG auch Grünstromkunden in den Neuen Bundesländern beliefern. Dies gelang durch eine Einigung mit der VEAG Vereinigte Energiewerke AG, Berlin. Mit dieser hat man sich trotz der bestehenden Braunkohleschutzklausel auf eine Durchleitung von NaturEnergie im ostdeutschen VEAG-Verbundnetz geeinigt. Dadurch konnte beispielsweise mit der Evangelischen Landeskirche Thüringen ein Rahmenvertrag über die Belieferung von deren kirchlichen und sozialen Einrichtungen geschlossen werden. Dieser Vertrag knüpft an die bereits seit dem Jahr 2000 bestehenden Rahmenverträge mit den baden-württembergischen Landeskirchen an.
Bedingt durch hohe Investitionen in die Marke NaturEnergie, Aufwendungen für Werbung und die Gewinnung von Neukunden schloss das Unternehmen das Geschäftsjahr 2001 plangemäß mit einem Minus von rund 1,7 Millionen Euro ab. Die Anlaufverluste summieren sich damit auf 4,4 Millionen Euro. Der Break-even ist unverändert für das Jahr 2004 vorgesehen.

Im laufenden Geschäftsjahr 2002 rechnet die NaturEnergie AG mit einem verhaltenen Wachstum bei den Privatkunden, aber einer wiederum deutlichen Zunahme bei den Großabnehmern und bei Franchisepartnern. Das Umsatzziel 2002 liegt bei 23,5 Millionen Euro. Die erwartete Steigerung beträgt 10 Prozent.

Redaktion













     
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