 | Thema Brennstoffzellen vom 17.10.2008 @ 09:48:37 CEST
f-cell Symposium 2008 in Stuttgart
Das 8. internationale Brennstoffzellen-Fachforum f-cell hat so viele Preisträger wie noch nie hervorgebracht. Fünf f-cell- Awards und vier f-cell-vision-Preise wurden am Abend des ersten Veranstaltungstages verliehen. Erstmalig wurde dabei mit Rotarex ein ausländisches Unternehmen mit einem f-cell Award ausgezeichnet. Die Umweltministerin von Baden-Württemberg Tanja Gönner erklärte dazu bei der Preisverleihung: „Die Auswahl ist in diesem Jahr so schwer gefallen, dass die Jury gleich fünf Einreichungen prämiert hat.“ …
Die Veranstalter des f-cell Symposiums, die Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH sowie die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WSR), hatten sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Frage zu beantworten, wie der Sprung in den Markt gelingen kann. Einige Optionen wurden tatsächlich während des Symposiums, das vom 29. bis 30. September 2008 in Stuttgart stattfand, aufgezeigt, aber Fakt bleibt, dass nach wie vor ein langer Weg zu gehen ist.
Einzelne Unternehmen konnten zwar Entwicklungsfortschritte vorweisen, aber der Schwerpunkt der Tätigkeiten konzentriert sich immer noch auf Forschung und Optimierung. Ein Highlight war die abendliche Preisverleihung, die sich jedoch relativ lange dahinstreckte, weil so viele Auszeichnungen wie nie zuvor vergeben wurden und sich einige Preisträger nicht auf einen einzelnen Vortragenden beschränken konnten. Hamburg konnte mit jeweils einem Silber-Award für den Alsterdampfer (s. Foto) sowie für die Anwendung von Brennstoffzellensystemen in Flugzeugen (s. Airbus A320 ATRA, HZwei Juli-2008, und DLR-Motorsegler) gleich zwei Preise abgreifen. Den Gold-Award und ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro erhielt ein Firmenkonsortium aus Freudenberg, Viessmann und Schunk aus den Händen von Ministerin Tanja Gönner. Durch die Kombination von Bipolarplatten, Dichtungen und Membran in einem kompakten, kostengünstigen, hochintegrierten Bauteil sei ein leiser und deutlich längerer Betrieb möglich, hieß es.
Den Bronze-Award teilten sich die Daimler AG mit einer neu entwickelten Start-Stopp-Automatik für Brennstoffzellenfahrzeuge und die Rotarex Group aus Luxemburg. Thomas Andreas stellte ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept für Wasserstofftanks vor, wobei es sich um die Weiterentwicklung eines Konzepts handelte, das er bereits im April 2006 in der HZwei präsentierte.
Erstmalig war die f-cell-vision-Posterausstellung zu sehen, die die Peter Sauber Agentur gemeinsam mit der Brennstoffzellen-Allianz Baden-Württemberg (BzA-BW) zum Thema „Zukünftige Brennstoffzellen-Technologien und Anwendung
en“ veranstaltete. Als beste Präsentationen wurde das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung, das Institut für Solare Energiesysteme, die Freudenberg FCCT KG sowie das koreanische Institute of Energy Research von einer Fachjury aus 20 Postern ausgewählt und mit dem Preis f-cell vision best poster prämiert.
Bei dem gut besuchten f-cell Kongress gab es zwar leider drei kurzfristige Absagen, aber Organisator Peter Sauber gelang es trotzdem, in den 66 Vorträgen das gesamte Themenspektrum der Brennstoffzellenanwendungen im stationären, mobilen und auch portablen Bereich abzudecken und gleichzeitig Neuentwicklungen zu präsentieren.
Bild: Anke Stolper von der Hamburger BSU,
Foto & Autor: Sven Geitmann
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