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Callux bringt 800 Brennstoffzellen in den Keller

Thema: Stromspeicher, Brennstoffzellen | 02.10.2008 | Aufrufe: 5453 | Bewertung: (1 Bewertungen)

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat am 23. September 2008 gemeinsam mit den beteiligten Partnern das erste Leuchtturmprojekt des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie offiziell gestartet: Callux. Unter dem Motto Praxistest Brennstoffzelle fürs Eigenheim wollen die beteiligten Partner über 800 Brennstoffzellenheizgeräte bundesweit in Ein- und Mehrfamilienhäusern installieren...

Bei Callux (calor: lat. für Wärme, lux: lat. für Licht) handelt es sich um den bundesweit größten Praxistest von Brennstoffzellen-Demonstrationsanlagen für Eigenheime. Die Laufzeit dieses Vorhabens beträgt insgesamt sieben Jahre. Innerhalb dieser Zeit sollen sukzessive verschiedene Systeme zum Einsatz kommen und ausgiebig im Alltagsgebrauch getestet werden. Während der ersten Phase, die bis ins Jahr 2012 geht, sollen ausreichend viele Heizgeräte installiert werden, um genügend Informationen sammeln zu können, damit anschließend in der zweiten Phase die Marktvorbereitungen anlaufen können.

Beteiligt an diesem Vorhaben sind insgesamt neun Partner aus der Wirtschaft, zu denen sowohl Heizgerätehersteller (Baxi Innotech, Hexis, Vaillant, Viessmann) als auch Energieversorger (EnBW, E.ON, EWE, MVV, VNG) zählen, sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW), das als zentraler Projektkoordinator und für die wissenschaftliche Begleitung verantwortlich ist. Darüber hinaus ist auch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) an diesem Programm involviert und steuert mit rund 40 Mio. Euro fast die Hälfte des Gesamtvolumens (86 Mio. Euro) bei. „Durch ein Unternehmen allein, wäre dies alles nicht finanzierbar gewesen“, hieß es seitens der beteiligten Partner.

Minister Tiefensee erklärte auf der Pressekonferenz, die zum Auftakt dieses Gemeinschaftsprojektes im Bundesverkehrsministerium in Berlin stattfand: „Callux ist ein Leuchtturmprojekt, das in das NIP integriert ist und den Scheinwerfer auf den häuslichen Bereich richtet.“ Die Vorzüge derartiger Leuchtturmprojekte erläuterte Klaus Bonhoff, der Geschäftsführer der NOW GmbH: „Leuchttürme sind Verbundprojekte, in denen mehrere Unternehmen zusammenarbeiten. Hierdurch werden Synergien geschaffen, die einen effizienten Einsatz der Mittel ermöglichen.“ Callux zählt zu den ersten drei Projekten, die im Rahmen des NIP von Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie bewilligt wurden. Und es ist das erste, das jetzt offiziell gestartet wurde.

Thomas Neuber, der Sprecher der beteiligten Energieversorger und EWE-Vorstand Beschaffung und Produktion, erklärte darüberhinaus: „Die Brennstoffzellentechnik ist die derzeit effizienteste Technik, Wärme und Strom zu erzeugen.“ Guido Gummert, der Sprecher der beteiligten Heizgerätehersteller und Geschäftsführer von Baxi Innotech, sprach in diesem Zusammenhang von einem „epochalen Wandel in der Heizungstechnik – weg vom althergebrachten Heizkessel, hin zur systemorientierten Gesamtlösung.“ Gummert konstatierte, dass bereits so manche technische Hürde genommen werden musste, stellte aber voller Überzeugung fest: „Das Brennstoffzellenheizgerät wird diesen Härtetest bestehen.“

Die Partner versprechen sich von dieser Maßnahme eine deutliche Effizienzsteigerung in deutschen Heizungskellern. Die Brennstoffzellensysteme werden zwar ebenso wie Gasthermen vornehmlich mit Erdgas betrieben, erzielen aber bei der Umwandlung einen um 30 Prozent höheren Wirkungsgrad. Tiefensee fasste das so zusammen: „Die Brennstoffzelle holt die Kraft-Wärme-Kopplung ins Einfamilienhaus.“

Autor & Foto: Sven Geitmann


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