Im Zentrum dieses viel beachteten Innovationsforums steht die wissenschaftliche Konferenz mit einem Symposium am 22. Oktober und drei parallel laufenden Workshops am folgenden Tag. Rund 50 hochkarätige Referenten aus 11 Ländern werden dazu erwartet. Schwerpunkte liegen in diesem Jahr vor allem auf den technischen Neuerungen bei den einzelnen Brennstoffzellentypen und ihren zukunftsträchtigsten Anwendungsfeldern, auf der Wasserstoff-Produktion aus erneuerbaren Energien sowie auf Speicherung und Infrastruktur.
Auf dem Symposium wird Dr. Jean Botti, Chief Technical Officer des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, über Trends in der zivilen Luftfahrt berichten. EADS-Tochter Airbus entwickelt derzeit ein Verfahren, um an Bord aus Kerosin Wasserstoff herzustellen. Umfassend beleuchtet wird die Thematik auch in den Workshops. Unter anderem stellt Peter Schumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Simulationsmodell für Brennstoffzellen-Systeme in der Luftfahrt vor.
Über den Stand bei der Einführung umweltfreundlicher Brennstoffzellen-Systeme in der Schifffahrt informiert Dr. Gerd Michael Würsig, Brennstoffzellen-Experte beim Germanischen Lloyd. Seit April ist der isländische Walbeobachter „Elding“ als erstes gewerblich genutztes Schiff mit einer Brennstoffzellen-Hilfsanlage ausgestattet, und seit kurzem ist in Hamburg im Rahmen des EU-Projekts Zemships (Zero Emission Ships) erstmals ein brennstoffzellengetriebenes Fahrgastschiff in Betrieb. Würsig wird erste Erfahrungsberichte dieser Pionieranwendungen liefern.
In der Hochseeschifffahrt werde sich diese Art der Stromerzeugung vorerst noch auf die Bordstromversorgung beschränken. Einblick in die Entwicklung einer für die Schiffs-APU konzipierten MCFC mit 500 kW Leistung wird Keno Leites von ThyssenKrupp Marine Systems geben.
Energieforschung ist wesentlicher Bestandteil der Energiepolitik, wie Dr. Georg Menzen vom Ministerium für Wirtschaft und Technologie bei der Fachkonferenz mit Informationen zum NIP verdeutlichen wird.
Auch der internationalen Perspektive gibt die H2Expo breiten Raum: Eine aktuelle Lagebeschreibung zu Trends und Entwicklungen aus Japan liefert etwa Dr. Yoshiteru Sato, Direktor für Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Technologie in der Entwicklungsabteilung der NEDO (New Energy and Industrial Technology Development Organization), während des Symposiums. Dr. Subhash Singhal vom Pacific Northwest National Laboratory (USA) wird den Stand der SOFC-Technik präsentieren. Entsprechend widmet sich der Wasserstoff-Produktion aus alternativen Quellen wie Solarenergie oder Biomasse - ein Themenschwerpunkt der Konferenz - ein international besetztes Podium.
Das komplette Konferenzprogramm ist im Internet unter
www.h2expo.de zu finden.