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 | Thema Wasserver-/ -entsorgung & Wasserkraft vom 15.09.2008 @ 09:34:33 CEST
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Die seit dem Jahre 1991 von der SIWI organisierte alljährliche Weltwasserwoche in Stockholm findet dieses Jahr in der 34. Kalenderwoche (vom 17.08. bis 23.08.2008) statt. Dort werden rund 2.500 Wasserexperten aus über 140 Nationen erwartet, die auf die akute Wassernot aufmerksam machen und über den Schutz der Ressource Wasser diskutieren...
Die von den Experten vorgestellten Zahlen sind erschreckend. Weltweit leben derzeit rund 2,6 Milliarden Menschen, und damit ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung, ohne Toiletten. Katastrophal ist die Vorstellung, dass alle 20 Sekunden ein Kind irgendwo auf der Welt stirbt, weil es keine ausreichende Sanitärversorgung bzw. Hygiene gibt. In der Summe sterben jährlich rund fünf Millionen Menschen an der Folge von Wassermangel bzw. der damit verbundenen mangelnden Hygiene.
Die Vereinten Nationen haben deshalb zum International Year of Sanitation aufgerufen. Weitere Schwerpunktthemen der Weltwasserwoche werden die stetige Ausbreitung von Wüsten und die lang anhaltenden Dürreperioden, sowie Schutz und Nutzung grenzüberschreitender Flüsse und Seen mit Hilfe internationaler Konventionen (UN Watercourses Convention) sein.
Experten beklagen den sorglosen Umgang insbesondere der Industrienationen mit Wasser. Auch die Naturschutzorganisation World Wildlife Fund for Nature (kurz: WWF) hat alarmierende Ökobilanzen veröffent
licht. Hinter Dingen des alltäglichen Gebrauches verbergen sich riesige Wassermengen, so genanntes virtuelles Wasser, das erst auf den zweiten Blick erkennbar ist. Der Begriff virtuelles Wasser wurde von Allan King geprägt und beschreibt zum Beispiel, dass für die Herstellung von Fleisch pro Person mindestens fünf Kubikmeter Wasser verbraucht werden. Die Bilanzen des WWF sprechen ihre eigene Sprache. Für die Erzeugung einer Scheibe Brot werden beispielsweise 40 Liter Wasser verbraucht. Für zehn Gramm Käse werden 50 Liter Wasser benötigt. Für die Erzeugung eines Frühstückseis werden 135 Liter Wasser benötigt. Eine Tasse Kaffee verschlingt mindestens 140 Liter Wasser und eine Tüte (200g) Kartoffelchips schlägt sogar mit 185 Litern Wasser zu buche.
Laut Allen King konsumiert jeder Bürger demnach täglich rund 6.000 Liter Wasser. Neben dieses besorgniserregenden Zahlen bietet der WWF jedoch auch zahlreiche Seminare und Veranstaltungen, an in denen Teilnehmer aktives Mitgestalten erlernen können.
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Schlagworte: süßwasserressourcen, wasserqualität, grundwasser, wasserknappheit, wassernotstand, wasserverfügbarkeit, wasserkrise
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Wasserver-/ -entsorgung & Wasserkraft
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