Ein besonderes Anliegen der Veranstalter ist es, den Gedankenaustausch
zwischen den mit Schimmelpilzproblemen befassten Fachleuten zu fördern. "Zur
Bekämpfung und Vorbeugung von Schimmelpilzen sollten Ärzte, Rechtsanwälte,
Gutachter, Behörden, Sanierer, Mieter und Vermieter viel enger
zusammenarbeiten", meint R.U.N.-Vorstandsmitglied Brigitte Harste, "denn
energiesparendes und gesundes Wohnen ohne Schimmel ist möglich." Das
Programm bietet daher Raum für fachliche Diskussionen und Einzelgespräche
der etwa 150 erwarteten Teilnehmenden. Eingeladen sind Wohnungsverwalter,
Architekten, Ingenieure, Sachverständige, Juristen, Mediziner, Handwerker,
Umweltberater und alle, die in ihrer Arbeit mit Schimmelpilzproblemen
konfrontiert sind.
Das Problem der Schimmelpilze in Innenräumen wird nach übereinstimmender
Ansicht vieler Schimmelpilzexperten und des Regionalverbands Umweltberatung
Nord e.V. in den nächsten Jahren noch zunehmen. Steigende Energiepreise
führen dazu, dass in Wohnungen weniger geheizt und gelüftet wird, um
vermeintlich Energie zu sparen. Häufig führt dies dazu, dass die in
Wohnungen unvermeidlich entstehende Feuchte nicht mehr ausreichend nach
außen abgeführt wird und das Risiko für Schimmelpilzwachstum gerade im alten
Gebäudebestand deutlich ansteigt. Aber auch bei Neubauten oder sanierten
Gebäuden steigt das Risiko, weil sich Baufehler in hochwärmegedämmte Bauten
stärker auswirken können und teilweise erst nach vielen Jahren bemerkt
werden (versteckter Schimmel in der Dämmung, unter Fußbodenbelägen...).
Bewohner klagen häufig über Gesundheitsstörungen wie Allergien,
Atemwegserkrankungen oder Infektanfälligkeit, die in Verbindung mit
Feuchtigkeit und Schimmel in der Wohnung gebracht werden.
Im Verlauf der Tagung werden unterschiedliche Aspekte dieses
Gesundheitsthemas beleuchtet. So wird die Referentin Dr. Regine Szewzyk vom
Umweltbundesamt Ergebnisse aus dem Kinder-Umwelt-Survey des
Umweltbundesamtes vorstellen. Darin wurde unter anderem festgestellt, dass
in Deutschland sechs Prozent der Kinder gegen Innenraumschimmelpilze
sensibilisiert sind. Dr. Heike Otremba vom Gesundheitsamt Bremen stellt den
Bericht "Um Schimmels Willen: Feuchteschäden in Wohnräumen und Soziale Lage"
vor, in dem sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen als Verlierer in
Sachen gesundem Wohnen identifiziert werden. Nicht selten führen
Schimmelpilzbefall und die dadurch verursachten Gesundheitsstörungen zu
Rechtsstreitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern. Einen Überblick über
die Rechtslage gibt Alexander Blažek von Haus und Grund Schleswig-Holstein.
Weitere Themen sind labordiagnostische Möglichkeiten, umweltmedizinische
Bewertung von Schimmelpilzen, Lüftungskonzepte zur Vorbeugung von
Schimmelpilzbelastungen und Schimmelexposition bei der Arbeit. Weitere Infos
und Anmeldung unter www.umweltberatung-nord.de oder 040-404005.
Veranstalter : Regionalverband Umweltberatung Nord e.V., Herzmoortwiete 2,
22417 Hamburg, Tel.:040/40 40 05, Fax: 040/530 50 781, E-Mail:
info@umweltberatung-nord.de,
www.umweltberatung-nord.de - In Kooperation mit
Bundesverband für Umweltberatung e.V., 28195 Bremen, Bornstr. 12/13
Kooperationspartner : Ärztekammer Hamburg, Berufsverband Deutscher
Baubiologen, Bundesverband der Brand- und Wasserschadenbeseitiger,
Bundesverband für Wohnungslüftung, Bundesverband Schimmelpilzsanierung
(BSS), Deutscher Mieterbund - Landesverband Hamburg, Deutsches
Energieberater Netzwerk (DEN), Grundeigentümer-Verband Hamburg, Initiative
Arbeit & Klimaschutz, Mieter helfen Mietern e.V., Umweltberatungen der
Bezirksämter, Umweltbundesamt, Verband für Haus- und Wohneigentum, Verband
norddeutscher Wohnungsunternehmen, Verbraucherzentrale Hamburg,
VDI-Arbeitskreise Bautechnik, Umweltschutztechnik, Technische
Gebäudeausrüstung, Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt
(ZEBAU), Zentrum für zukunftsorientiertes Bauen (ZzB).
Schimmel an Kellerwand (Foto: Brigitte Harste)